True Story

Walker – amerikanisch-mexikanisch-spanisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1987.

walker

Das Historiendrama beruht auf der Geschichte von William Walker (1824-1860), einem amerikanischen Arzt, Journalist, Rechtsanwalt und Söldner. Ein Abenteurer und Freibeuter, der von 1856 bis 1857 Präsident von Nicaragua  wurde.

Es ist die Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts als William Walker versucht hatte mehrere Staaten in Mittelamerika zu erobern. Dies wurde ihm zum Verhängnis, im Jahr 1860 wurde er exekutiert, von der Regierung Honduras kam es zu einer beschlossenen Erschießung. William Walker galt als Filibustier, womit man in dieser Zeit Leute bezeichnete, die die Grenze zwischen halblegalen Aktionen und organisiertem Banditentum beliebig nach jeder Seite überschritten hatte.

William Walker wurde am 8. Mai 1824 in Nashville, Tennessee, geboren. Er besuchte die Universität von Nashville und studierte danach Medizin an der Universität von Edinburgh und der Universität Heidelberg. Im Alter von 19 Jahren machte er seinen Abschluss. In Philadelphia praktizierte er kurz als Arzt und ging später nach New Orleans, um hier Jura zu studieren.

1849 zog es ihn nach Kalifornien, nach San Francisco. Hier kam ihm die Idee Regionen Lateinamerikas zu erobern, diese dann von weißen Nordamerikanern beherrscht werden sollten. Mit einer Handvoll Abenteurern fiel er im nördlichen Mexiko ein. Sein Vorhaben sich hier zum Präsidenten wählen zu lassen scheiterte. Dennoch waren es für ihn erste Erfahrungen in Sachen Politik und als Führer der Söldner.

Als 1855 in Nicaragua Bürgerkrieg herrschte, rief man ihn zu Hilfe. US-Behörden hatten ihm jedoch untersagt in dieses Land zu reisen. Dennoch machte er sich mit 57 Männern auf den Weg dorthin. In Nicaragua angekommen, schlossen sich ihm weitere 100 der Aufständischen an. Es war ein Bürgerkrieg zwischen den Konservativen und der Demokratischen Partei. Die Söldner erhielten das Recht Waffen im Dienst der demokratischen Regierung zu tragen. Die demokratische Regierung hatte Walker um Hilfe gebeten.

Die Gruppe der Männer um Walker verstärkte sich. Mittlerweile hatten sich ihm 170 Einheimische und etwa 100 Amerikaner angeschlossen. Der Präsident der demokratischen Partei Francisco Castellón gab Walker die Zustimmung um die Gegenpartei angreifen zu können. So kam es am 29. Juni 1855 zur ersten Schlacht von Rivas. Walkers Männer hatten dabei die aristokratische Partei besiegt. William Walker übernahm die Macht in Nicaragua und wurde von US-Präsident Franklin Pierce als Oberbefehlshaber anerkannt.

Während seiner Eroberung hatte sich Walker viele Feinde gemacht, was ihn nicht davon abhielt weitere Länder, wie Guatemala, Honduras und El Salvador zu überfallen. Sein größter Feind war Cornelius Vanderbilt, einer der erfolgreichsten Unternehmer der Vereinigten Staaten. Anfangs hatte auch er Walker unterstützt, doch nun stellte er sich gegen ihn und übte Druck auf die amerikanische Regierung aus, um die Anerkennung von Walkers Regime zurückzunehmen. Zudem wurde Walkers Armee immer mehr geschwächt, es kam zu zahlreichen Überläufern und zu einer Choleraepidemie.

1857 ergab sich Walker der US-Armee und wurde in die USA gebracht. Die einen feierten ihn als Held, andere hatte er gegen sich aufgebracht, da er die US-Navy für seine Niederlage verantwortlich machte. William Walker unternahm einen weiteren Eroberungsversuch und organisierte einen erneuten Raubzug. In Honduras hatte er den Hafen besetzt. Er und seine Männer zogen ins Landesinnere wo es zu Kämpfen gekommen war. Letztlich kapitulierte Walker und ergab sich der britischen Krone. Er wurde den Behörden Honduras ausgeliefert und zum Tode verurteilt. 1860 wurde das Urteil vollstreckt.