True Story

Good Night, and Good Luck. – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2005.

Good Night, and Good Luck

Der Film thematisiert die Auseinandersetzung zwischen dem Journalisten Edward R. Murrow und dem damaligen Senator Joseph McCarthy. Es sind die Vereinigten Staaten Anfang der 1950er Jahre, der Anfangsphase des Kalten Krieges. Eine Zeit die durch Antikommunismus und Verschwörungstheorien geprägt war.

Joseph McCarthy wurde bekannt wegen seiner Kampagne gegen eine angebliche Unterwanderung der Regierung der Vereinigten Staaten durch Kommunisten. Ein politisches Klima der frühen 1950er Jahre in der antikommunistische Verschwörungstheorien den Alltag bestimmten. Echte oder vermeintliche Kommunisten, deren Sympathisanten, der sogenannten Weggefährten, wurden verfolgt. Joseph McCarthys Amtszeit wird somit als McCarthy-Ära bezeichnet.

McCarthy sagte im Februar 1950, er habe eine Liste mit den Namen von 205 Personen, diese Mitglieder der Kommunistischen Partei seien und im Außenministerium arbeiten. Einige von ihnen würden für die Sowjetunion spionieren. Der Außenminister Dean Acheson habe davon Kenntnis und sie seine Politik mitbestimmen dürften. Dean Acheson war selbst Anti-Kommunist, man warf ihm jedoch vor nicht hart genug gegen Kommunisten vorzugehen. Sein größter Gegner war Joseph McCarthy.

Senator McCarthy wurde ein unermüdlicher Kämpfer gegen den Kommunismus. Er führte Anhörungen über kommunistische Subversion in Amerika durch und untersuchte die angeblich kommunistische Infiltration der Streitkräfte. Nachdem ihm im Senat das Misstrauen ausgesprochen wurde verschwand er von der politischen Bühne.

Historiker sehen ihn als Demagogen, der falsche und irreführende Anschuldigungen äußerte. Viele der Amerikaner sehen diese antikommunistischen Untersuchungen und Anhörungen der frühen 1950er Jahre als schändliche Episode im amerikanischen Leben. Es gab keine kommunistische Bedrohung und unschuldige Menschen wurden wegen ihrer politischen Überzeugung an den Pranger gestellt.

Mit dem Ende des Kalten Krieges stand eine Reihe von Archivmaterial zur Verfügung. Dies offenbart eine Reihe von Mythen einer kommunistischen Bedrohung. McCarthy war ein politischer Tyrann, der eine Reihe von Menschen verletzte, dies aufgrund seiner Behauptungen, seiner übertriebenen und grundlosen Anschuldigungen.

Im Laufe des Zweiten Weltkriegs arbeiteten über 350 Amerikaner für den sowjetischen Nachrichtendienst, als die USA und Sowjetunion verbündet waren. Einige dieser Leute fanden sich später, in der Nachkriegszeit, in höheren Positionen wieder, sei es in der Regierung oder bei Banken. Viele der Spione konnten enttarnt werden. Andere versteckten sich hinter Decknamen die das FBI nicht aufdecken konnte.

Wer waren die etwa 150 Amerikaner die für den KGB arbeiteten? Waren sie immer noch in der Regierung oder im Militär? McCarthys Anschuldigungen halfen nicht dabei, sowjetische Spione zu enttarnen. Dennoch gab es gute Gründe für einen Verdacht und berechtigte Sicherheitsbedenken, denn die Sowjetunion hatte eine große Spionageoffensive gegen die Vereinigten Staaten organisiert. McCarthy hatte fast jeden beschuldigt, Künstler oder Intellektuelle.

Der Film suggeriert, dass Annie Lee Moss, eine in der Kodierungsabteilung des Pentagon tätige Angestellte keine Kommunistin war und das McCarthy sie mit jemanden verwechselt hatte. Sie hatte tatsächlich Verbindungen zur Kommunistischen Partei. Da sie im Pentagon arbeitete war sie ein Sicherheitsrisiko.