True Story

Gandhi – britisch-indisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1982.

Gandhi

Der Film des Regisseurs Richard Attenborough erzählt die Lebensgeschichte des indischen Widerstandskämpfers Mohandas Gandhi, auch bekannt als Mahatma Gandhi (1869-1948).

Der am 2. Oktober 1869 geborene Mohandas Karamchand Gandhi war Rechtsanwalt, Revolutionär, Publizist und Morallehrer. Ein indischer Freiheitskämpfer der die Welt veränderte. Ohne Waffen und Gewalt kämpfte er für den Frieden seiner Landsleute. Bis heute gilt er als Vorbild für ein gewaltloses politisches Handeln. Er setzte sich für die Gleichberechtigung der Inder ein, aber auch gegen die Rassentrennung in Südafrika. Als politischer und geistiger Anführer leitete er die indische Unabhängigkeitsbewegung ein. Sein Kampf richtete sich gegen die koloniale Ausbeutung, er forderte Menschenrechte und trat für die Versöhnung zwischen Hindus und Muslimen ein.

Er wuchs mit seinen drei Brüdern in Porbandar in Indien auf. Die Familie galt als wohlhabend, diese der Händlerkaste angehörte. Der hinduistische Glaube teilt die Menschen in vier Kasten, sowie den Kastenlosen auf. Je höher die Kaste, um so mehr Ansehen und Rechte werden dieser Gruppe eingeräumt. Man gehörte zu der Bania-Kaste, der dritten Kaste, deren Mitglieder die gesellschaftliche und politische Oberschicht bildeten.

Bereits in jungen Jahren prägte ihn der Glaube, er trank keinen Alkohol, aß kein Fleisch und lehnte Gewalt strikt ab. Mit 13 Jahren heiratet er Kasturba Makthaji. Das Paar bekommt vier Kinder. Die Schule schließt er erfolgreich ab, was ihm 1887 die Zulassung zur Universität verschafft. Er äußerte den Wunsch in England Jura zu studieren. Sein Vater war bereits verstorben, der den Wunsch hegte das er in England studiert, während die Mutter gegen diese Entscheidung war. Der besorgten Mutter versprach er in London den Hinduismus weiterzuleben. Allerdings schloss man ihn aus der Kaste aus und lebte fortan als Kastenloser, was ihm sein Ansehen der Gesellschaft seines Landes kostete.

1888 reist Mohandas Gandhi nach London und schreibt sich an der Universität ein. Er las die Bibel, lernte die fremden Kulturen und Religionen kennen. Alles Neue faszinierte ihn. 1891 erhielt er seinen Abschluss und war nun Rechtsanwalt. Zurück in seiner Heimat Indien, teilte man ihm mit das seine Mutter verstorben sei. Nun hatte er die Verantwortung für die gesamte Familie. Bis 1893 arbeitete er als Rechtsanwalt in Bombay, doch dieser Beruf lag ihm nicht. Ihm fehlte die Erfahrung im Bezug auf die indische Rechtssprechung. Zudem war Gandhi ein sehr schüchterner Mensch.

Seine Familie schickte ihn zu dem Geschäftsmann Dada Abdullah, der in Pretoria, Südafrika, lebte. Hier sollte er einen Rechtsstreit lösen. Diesen Fall konnte er für sich entscheiden, denn er glaubte von Anfang an das Dada Abdullah im Recht war. In Südafrika unternahm er einige Reisen um das Land kennenzulernen. Es kommt zu Demütigungen bis hin zu Schlägen. Schlechte Erfahrungen die ihn prägten, was ihn dazu bewegte sich gegen die Rassentrennung einzusetzen. Etwa 60.000 Inder lebten in Südafrika, für deren Rechte er kämpfte. Mahatma Gandhi war der erste indische Anwalt in Südafrika. Während einer Kundgebung umringten ihn 5.000 weiße Gegner und wurde niedergeschlagen. Obwohl ihm die Täter bekannt waren, verzichtete Gandhi auf eine Anzeige.

1914 geht Mahatma Gandhi zurück nach Indien. Hier kämpft er für die Unabhängigkeit seines Landes. Er kündigte den gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialmacht an. So entstand die Bewegung „Satyagraha“. Am 15. August 1947 erreichte Indien die Unabhängigkeit. Ein Mann der die Welt veränderte und noch heute als Vorbild und Held gefeiert wird. Am 30. Januar 1948 kommt es zu einem tragischen Ereignis. Im Alter von 78 Jahren wird er von einem Gegner und Fanatiker erschossen. Täter war der nationalistische Hindu Nathuram Godse, dieser wegen diesen Attentats 1949 hingerichtet wurde.