True Story

Der letzte seines Stammes (The Last of His Tribe) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1992.

Der letzte seines Stammes

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Ishi (circa 1861-1916), dem letzten Überlebenden der Yahi, einer Gruppe der Yana-Indianer. Gezeigt wird das Leben des Indianers Ishi nach seinem Auffinden im Jahr 1911.

Ishi  ist diese Kultur fremd und versucht sich der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts anzupassen. Der Anthropologe Alfred Louis Kroeber kümmert sich um Ishi, der behauptet der letzte kalifornische Yahi-Indianer zu sein. Fast sein ganzes Leben verbrachte Ishi außerhalb der modernen Kultur.

Im Jahr 1911, im Alter von 50 Jahren, taucht er plötzlich in der Nähe eines Schlachthofes auf. Während eines Überfalls wurde der größte Teil seines Stammes getötet. 1865 kam es zu dem Three Knolls Massaker, bei dem 40 Stammesangehörige getötet wurden. Ishi und seine Familie waren die letzten Überlebenden und hielten sich die nächsten 44 Jahre versteckt. Man glaubte der Stamm sei bereits ausgestorben.

Der Goldrausch brachte Zehntausende von Goldgräbern und Siedlern in das nördliche Kalifornien. Ein Raubbau der Natur. Die Indianer waren auf der Suche nach Nahrung und dabei kam es zu Konflikten mit den Siedlern. Dieser Konflikt endete 1865 mit einem Massaker. Während die Yahi schliefen wurden sie überfallen und getötet. 1879 hatte der weiße Mann die berüchtigten Internatsschulen eröffnet um den indianischen Kindern die moderne Kultur  zu vermitteln.

Die Siedlung in der Ishi und seine Familie lebte, wurde 1908 von Landvermessern entdeckt. Die Gruppe floh, mussten aber die schwer kranke Mutter zurücklassen. Die Landvermesser berichteten von ihrer Entdeckung. Bereits einen Tag darauf machte man sich auf den Weg und plünderte die Siedlung, das Heim der Indianer.  Ishis Onkel und Schwester galten während ihrer Flucht als vermisst, niemand weiß was mit ihnen geschehen ist. Ishi pflegte seine Mutter bis zu ihrem Tod. Als sie starb war er allein, der letzte der Yahi.

Von all seinen Kräften verlassen suchte er die Nähe des weißen Mannes. Er wusste nicht was er tun und wohin er gehen soll. Nachdem man ihn entdeckt hatte nahm in der Sheriff in seine Obhut. Der „wilde Mann“ zog die Neugier und Aufmerksamkeit Tausender Menschen auf sich. Niemand wusste welche Sprache er spricht, eine Verständigung war unmöglich. Als der Anthropologe Thomas T. Waterman durch Zeitungsmeldungen auf ihn aufmerksam wurde, gelang es sich mit ihm zu unterhalten, da er die Indianersprache verstand.

Für den Anthropologen eine Sensation, denn man glaubte bislang das sein Stamm ausgestorben sei. Ishi brachte man nach Berkeley, San Francisco, an das anthropologische Museum der Kalifornischen Universität. Hier beschäftigte sich Alfred Kroeber mit ihm und studierte sein Verhalten und die Sprache. Es gelang Ishi in die moderne Zivilisation zu integrieren. Man konnte viel von ihm lernen, er zeigte wie man einen Bogen baut und erklärte die Jagdtechniken. Ishi fand in den Anthropologen Thomas T. Waterman, Alfred Kroeber und dem Arzt Saxton Pope neue Freunde. Er verstarb am 25. Mai 1916 in einem Krankenhaus an Tuberkulose.