True Story

A Bright Shining Lie – Die Hölle Vietnams – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1998.

A bright shining Lie

Der Film basiert auf dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Bestseller „A Bright Shining Lie“ von Neil Sheehan. Geschildert wird die Geschichte des Offiziers in der US-Army, John Paul Vann (1924-1972), seinen Erfahrungen im Vietnamkrieg.

John Paul Vann wurde am 2. Juli 1924 in Norfolk, Virginia, geboren. Mit 18 Jahren trat er der Armee bei. 1945 heiratet er Mary Jane Allen und das Paar bekommt fünf Kinder. Während des Koreakrieges wurde er als Offizier mit der Logistik beauftragt und koordinierte den Transport der 25. Infanteriedivision.

Ende 1950, nachdem sich China an diesem Krieg beteiligte und sich die alliierten Kräfte zurückzogen, bekam John Paul Vann sein eigenes Kommando über die Eight Army Ranger Company, einer Spezialeinheit während des Koreakrieges. Er führte diese Einheit bei ihren Aufklärungsmissionen.

Als eines seiner Kinder schwer krank wurde, musste er zurück in die Vereinigten Staaten. In seiner Heimat absolvierte er ein Studium an der Rutgers University. Er konnte jedoch nicht ohne Armee. 1954 trat er dem 16. Infanterieregiment, das in Schweinfurt, Deutschland, stationiert war, bei. 1955 wurde John Paul Vann zum Major befördert und in das Hauptquartier der Amerikanischen Streitkräfte in Europa nach Heidelberg versetzt. Hier übernahm er wieder logistische Aufgaben.

1957 kehrt er in die USA zurück und besucht das United States Army Command and General Staff College. Diese Militärschule war Voraussetzung für seine nächste Beförderung zum Oberstleutnant. Nebenbei machte er seinen Abschluss als Master of Business Administration an der Syracuse University.

Während des Vietnamkriegs kam er 1962 nach Südvietnam und diente als Berater von Oberst Huynh Van Cao und wurde als Kommandant der südvietnamesischen Armee zugewiesen. Im Januar 1963 kam es zur Schlacht von Ap Bac, einer katastrophalen Niederlage für die Amerikaner. 350 Nordvietnamesen schlugen die Übermacht der Amerikaner in die Flucht. Für die Amerikaner nicht nur eine bittere Niederlage, sondern man fragte sich wie dies geschehen konnte.

John Paul Vann war der führende Kopf unter den Militärberatern, doch niemand wollte auf ihn hören. Er hatte früher oft Konflikte mit seinen Vorgesetzten. Saigons Offiziere weigerten sich Befehle der Amerikaner anzunehmen. Was tun nach der Niederlage von Ap Bac? Südvietnamesen sollten selbst gegen das kommunistische Nordvietnam kämpfen. Ein Sieg würde aber nur gelingen wenn amerikanische Offiziere das Kommando übernehmen.

Es trat das ein was John Paul Vann vermeiden wollte. Der Krieg in Vietnam wurde zu einem amerikanischen Krieg. John Paul Vann wurde zu einem der wichtigsten Männer im Land. Die Streitkräfte in Saigon sollten so ausgebildet werden das sie die Hauptlast des Krieges tragen können. In Washington glaubte niemand mehr an einen Sieg. Man versuchte irgendwie aus der Sache rauszukommen.

John Paul Vann äußerte sich kritisch gegenüber dem US-Militär. Gewisse Strategien und Taktiken würden die Bevölkerung nur weiter entfremden. Besonders kritisierte er William Westmoreland, ein General, der die US-Truppen von 1964 bis 1968 führte. Doch er war nicht in der Lage diese militärischen Befehle zu beeinflussen. Somit nutzte er die Presse in Saigon, Artikel die seine Ansichten verbreiten sollen und von Neil Sheehan, David Halberstam und Malcom Browne publiziert wurden. Neil Sheehan war zudem ein persönlicher Freund. John Paul Vann kam am 9. Juni 1972 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben.