True Story

Die Newton Boys – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1998.

Die Newton boys

Das Drama basiert auf der wahren Geschichte der Newton Gang, einer Gruppe von Bankräubern aus Uvalde County, Texas, die in den Jahren 1919 bis 1924 Züge und Banken überfallen haben und ausraubten. Die Bande selbst behauptete 87 Banken überfallen zu haben. Diese Zahl lässt sich nicht bestätigen, dennoch gehen Dutzende Überfälle auf ihr Konto. Außerdem wurden sechs Züge überfallen, eine Zahl die sich bestätigen lässt.

Die Newton Gang bestand aus vier Brüdern. Laut Willis Newton erbeuteten sie mehr Geld als die Dalton Gang, Butch Cassidy’s Wild Bunch und der James Younger Gang. Nach eigenen Aussagen haben sie dabei nie jemanden getötet. Ihr größter Coup gelang ihnen 1924 in der Nähe von Rondout, Illinois. Ein Bankraub der zur damaligen Zeit zu den größten weltweit zählte.

Die Newton-Brüder wuchsen auf einer Baumwollfarm auf. Willis Newton sagte, das er im Alter von 20 Jahren für ein Verbrechen verurteilt wurde das er nicht begangen hat. Sein Bruder Wylie hatte Baumwolle gestohlen und diese weiterverkauft. Zur Gang gehörten die Brüder Wylie (Dock), Jess, Willis und Joe. Sie wurden zu einer der erfolgreichsten Bankräuber-Gruppe in der amerikanischen Geschichte.

Die Eltern Jim und Janetta hatten insgesamt elf Kinder. Obwohl sie ihr Geld mit der Landwirtschaft verdienten, verübten sie kleinere Verbrechen um ihr Einkommen aufzubessern. Die Brüder wurden verhaftet und inhaftiert. Nach ihrer Freilassung kehrten sie zu ihren Raubzügen zurück.

Am Silvesterabend 1914 beraubten Willis und ein Komplize einen Passagierzug in der Nähe von Cline, Texas. Sie erbeuteten 4.700 Dollar, so viel Geld hatte Willis bisher noch nie gesehen. Er wollte mehr und es wurde zu einer Sucht. So folgten weitere Überfälle auf Züge. Noch nicht genug, überfielen sie nun auch Banken. Dies war der Beginn ihrer aktivsten und lukrativsten Zeit. Es wurden Banken in Texas, Arkansas, Oklahoma, Kansas, Nebraska, Iowa, North Dakota, Colorado, Missouri, Illinois, Wisconsin, Oregon, Washington und sogar in Kanada beraubt.

Es war ihnen gelungen einen Versicherungsangestellten zu bestechen, dieser Kenntnis von älteren Modellen der Safes hatte, diese sich problemlos knacken ließen. Mittels Nitroglycerin wurden die Tresore gesprengt. Willis bestand darauf selbst das Münzgeld zu stehlen, „wenn ich schon raube, dann möchte ich alles“. Dock und Jess genossen ihr Leben. Willis und Joe investierten ihr geraubtes Geld zum Teil in Ölquellen. Leider brachten diese Quellen nicht den Gewinn den sie sich erhofft hatten. So gingen ihre Raubzüge weiter.

Bei einem weiteren Überfall wurde Wylie angeschossen. Ein Komplize hatte ihn mit einem Mann vom Zugpersonal verwechselt und fünf Mal auf ihn geschossen. 1924 kam es zum Prozess bei dem insgesamt acht Männer verurteilt wurden. Zum Glück war der Staatsanwalt mehr daran interessiert die Verbindungen des Postinspektors zur Unterwelt aufzudecken, was den Newton-Brüdern erstaunlich geringe Strafen einbrachte.

Jess verbrachte neun Monate in Leavenworth, Joe bekam zwölf Monate, Willis und Dock erhielten jeweils vier und fünf Jahre Haft. Willis und Joe wurden nach ihrer Entlassung erneut verhaftet. Jess starb 1960 im Alter von 73 Jahren. Dock wurde 1968 im Alter von 77 Jahren wegen eines versuchten Bankraubes verhaftet. Er starb 1974 an Krebs. Willis starb 1979 im Alter von 90 Jahren. Joe verstarb 1989 im Alter von 88 Jahren. Ein Teil des Geldes gilt bis heute als verschollen, niemand weiß wo dies verblieben ist. Joe Newton war auch Gast in der Johnny Carson Show.