True Story

Amy und die Wildgänse (Fly Away Home) – amerikanisches Drama, Abenteuerfilm aus dem Jahr 1996.

Amy und die Wildgänse

Amy und die Wildgänse basiert auf den tatsächlichen Erfahrungen von Bill Lishman, dem es gelang ab 1986 Wildgänse zu trainieren um sie später, im Jahr 1993, mit seinem Ultraleichtflugzeug in den Süden zu führen.

William Lishman, geboren 1939, ist Bildhauer, Erfinder, Filmemacher und Naturforscher. Schon als Kind träumte er davon mit den Vögeln zu fliegen. Seine ersten Anfänge mit einem Segelflieger begannen in den 1970er Jahren. Er war einer der wenigen der sich in Kanada mit einem Ultraleichtflugzeug beschäftigte und zählt somit zu den ersten der dieses startete und landete. 1988 gelang es ihm erstmals mit einem Ultraleichtflugzeug Vögel in die Luft zu führen. Im Herbst 1993 konnte er eine kleine Schar Kanadagänse, die von Menschen aufgezogen wurden, mit seinem Ultraleichtflugzeug von Ontario nach Virginia leiten.

Die Gänse wurden auf einer Farm aufgezogen und mussten nun in ein wärmeres Gebiet um dort überwintern zu können. Fast alle Gänse kehrten im Frühjahr 1994 zu dieser Farm zurück. Noch im selben Jahr wiederholte er sein Experiment mit einer noch größeren Gruppe von Gänsen. Diesmal führte er sie in ein noch südlicheres Gebiet, nach South Carolina. Sein Experiment wurde dabei von Biologen und Naturschützern wissenschaftlich begleitet. Auch dies war erfolgreich, die Gänse wurden von ihm in den Süden geführt und kehrten im Frühjahr zurück.

Er wollte damit beweisen, wenn Zugvögel von Menschen aufgezogen werden, man ihnen ein natürliches Verhalten antrainieren kann. Dabei geht es um den Erhalt bedrohter Zugvögelarten, wie den Schreikranichen oder den Trompetenschwänen. Der Schreikranich gehört zu den weltweit seltensten Vögeln. Der Trompetenschwan war sogar vom Aussterben bedroht. Der Bestand hat sich glücklicherweise wieder erholt. Entweder hatte man ihre Überwinterungsgebiete vernichtet, oder sie hatten eine Route gewählt auf der sie besonders gefährdet waren.

Im Jahr 1994 gründet William Lishman die Operation Migration, bei der er bis 2005 Vorsitzender war. Eine Organisation die sich mit dem Zugverhalten der Vögel beschäftigt. Zudem gilt es neue Lebensräume zu schaffen und es geht um den allgemeinen Schutz dieser Tiere.

Aber auch als Bildhauer schuf er zahlreiche öffentliche Kunstwerke. Im Jahr 2000 wurde ihm von der kanadischen Regierung eine Medaille verliehen, um seine Pionierarbeit mit den Zugvögeln zu ehren. Für seine Arbeit erhielt er weitere nationale und internationale Auszeichnungen. Später trat er als Redner in verschiedenen Organisationen auf.