True Story

Die Brücke am Kwai (The Bridge on the River Kwai) – britisch-amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1957.

Die Brücke am Kwai

Als Vorlage für diesen Film diente der Roman Le Pont de la Rivière Kwai aus dem Jahr 1952 von Pierre Boulle (1912-1994). Er war Ingenieur und diente während des Zweiten Weltkriegs als Geheimagent bei den Freien Französischen Streitkräften in China, Birma und Indonesien. 1942 geriet auch er in japanische Kriegsgefangenschaft aus der er 1944 fliehen konnte. In seinem Buch verarbeitet er seine eigenen Kriegserlebnisse.

Thema sind die Ereignisse und Leiden der alliierten Kriegsgefangenen die im Zweiten Weltkrieg für die Japaner die Brücke über den Kwai errichten mussten. Diese Brücke war Teil der Thailand-Burma-Eisenbahn, auch als Todeseisenbahn bekannt. Im Juli 1942 wurde mit dem Bau der Eisenbahnlinie begonnen. Mehr als 60.000 Kriegsgefangene schufteten im tropischen Dschungelklima um die 415 Kilometer lange Strecke zu bauen.

Die Kriegsgefangenen waren vorwiegend Briten und Australier. 180.000 asiatische Zwangsarbeiter waren ebenfalls an dem Bau beteiligt. Ziel war es durch die Eisenbahn schnellen Nachschub für die japanische Armee zu organisieren. Mehr als 12.000 Kriegsgefangene und vermutlich 85.000 Zwangsarbeiter verloren dabei ihr Leben. Die unmenschliche Behandlung der Kriegsgefangenen gilt als Kriegsverbrechen.

Für diese Eisenbahnlinie mussten insgesamt 688 Brücken errichtet werden. Die Brücke über den Kwai war eine von ihnen. Damals hieß der Fluss Mae Nam Mae Klong, international bekannt als River Kwai. Im Sommer 1943 wurde eine Brücke aus Holz errichtet. Später kam eine zweite Brücke hinzu, diesmal aus Beton und Stahl. 1946 wurde die Holzbrücke entfernt und die Stahlbrücke, diese zum Teil zerstört war, wieder aufgebaut.

1942 fiel der Beschluss diese Strecke zu bauen. Die Gefangenen wurden um 6.30 Uhr geweckt. Nach einer kargen Reisportion musste man um 8.30 Uhr antreten um zu den jeweiligen Bauabschnitten zu marschieren. Nach zwei Stunden Arbeit erlaubte man eine kleine Pause. Mittags gab es wieder eine kleine Portion Reis. Die Arbeitszeit endete um 18.30 Uhr und es begann der Rückmarsch zum Lager. Wurde ein Bauabschnitt nicht rechtzeitig fertig, musste man länger oder die ganze Nacht hindurch arbeiten.

Zu den unmenschlichen Arbeitsbedingungen kam das heiße und feuchte Dschungelklima. Der Bau einer Brücke zählte zu den gefährlichsten Arbeiten. Beim Bau der gesamten Eisenbahnstrecke starben 6.904 Briten, 2.782 Niederländer, 2.802 Australier und 133 Amerikaner. Der bekannteste Teil dieser Strecke ist die Brücke 277, die Brücke über den Fluss Kwai. Es gab 30.131 britische, 17.990 niederländische, 13.004 australische und 686 amerikanische Kriegsgefangene die zwischen 1942 und 1945 am Bau dieser Strecke beteiligt waren.