True Story

Sisters of War – australisches Kriegsdrama aus dem Jahr 2010.

Sisters of War

Der Film beruht auf dem Manuskript „The Lost Women of Rabaul“ von Rod Miller. Geschildert wird die wahre Geschichte zwei australischer Frauen, der Krankenschwestern Lorna Whyte und der Nonne aus New South Wales, Schwester Berenice Twohill, die als Kriegsgefangene während des Zweiten Weltkriegs in Papua-Neuguinea überlebten.

Rod Miller stieß auf ein altes Tagebuch, das von Grace Kruger, einer damaligen zivilen Krankenschwester geschrieben wurde. Sie war eine der vier Krankenschwestern die 1942 von den Japanern in Rabaul gefangen genommen wurden. Das Tagebuch schrieb sie in geheimnisvoller Prosa, um jeden japanischen Soldaten oder Leser die es eventuell entdeckt hätten, zu verwirren. Rod Miller war fasziniert von diesem Tagebuch und der Geschichte. Es gab jedoch nur wenige Informationen über die Krankenschwestern in Rabaul, was ihn dazu bewegte Nachforschungen anzustellen.

1997 gelang es ihm Schwester Berenice Twohill und Lorna Johnston zu treffen. Durch dieses Treffen lernte er noch mehr der überlebenden Krankenschwestern und Offiziere der australischen Einheit Lark Force kennen die er interviewte. Diese Einheit wurde 1941 gegründet. Ziel war es während des Zweiten Weltkriegs die strategisch wichtigen Häfen und Flugplätze zu verteidigen. Das Kommando hatte Lieutenant Colonel John Joseph Scanlan.

Unterstützt wurde Rod Miller von dem Schriftsteller John Misto. Er schloss sich diesem Projekt an, bevor sich Produzent Andrew Wiseman und der australische TV-Sender ABC für diese Geschichte interessierten.

Rabaul wurde 1942 von den Japanern bombardiert und erobert. Zivilisten wurden evakuiert. Die Missionare und katholischen Schwestern blieben freiwillig um die verwundeten australischen Soldaten zu versorgen. Der Ort wurde zum Hauptsitz der Japaner für ihre militärischen Operationen im Südpazifik. Bereits 1943 gab es etwa 110.000 japanische Soldaten in Rabaul.

So kamen die Schwestern in die Gefangenschaft der Japaner. 15.000 japanische Soldaten waren gelandet. Die 1400 australischen Soldaten hatten keine Chance. Selbst die Sanitätssoldaten, die mit einer Rote-Kreuz-Armbinde gekennzeichnet waren, wurden von den Japanern hingerichtet. Die Gefangenen, die Krankenschwestern und der Bischof Leo Scharmach wurden mit dem Schiff Narutu Maru nach Japan gebracht. Angekommen in Yokohama, wurden die Gefangenen die ersten Tage gut behandelt. Doch diese Gastfreundschaft währte nicht lange.

Nach etwa drei Jahren wurden die Frauen in das Dorf Totsuka verlegt. Hier mussten sie für die Dorfbewohner arbeiten. Hunger, Kälte, schwere körperliche Arbeit und Demütigungen mussten sie über sich ergehen lassen. Eines Tages hörten sie das die Vereinigten Staaten die Atombombe über Hiroshima abgeworfen hatten. Danach hörten sie von einer zweiten Bombe. Den Frauen wurde nicht gesagt das der Krieg zu Ende sei, sie spürten nur das es allmählich besser wurde. Sie hatten dennoch Angst vor den Dorfbewohnern, es war die Angst vor Vergeltung.

Niemanden schien bewusst das sich die Frauen noch in Japan befinden. Man fand sie zufällig, als Truppen des Generals MacArthur auf dem Weg nach Tokio waren. So konnten sie gerettet werden.