True Story

Zeugnis aus der grünen Hölle (Lettres du bagne) – französisches Dokudrama aus dem Jahr 1983.

Zeugnis

„Die Teufelsinseln in Französisch-Guyana: über ein Jahrhundert lang – zwischen 1852 und 1946 – der Ort, an den französische Schwerverbrecher deportiert wurden, um in einer Strafkolonie Schwerstarbeit zu leisten. Vor dem Hintergrund von Erzählungen ehemaliger Sträflinge ist „Zeugnis aus der grünen Hölle“ ein berührendes Dokumentarspiel über unmenschliche Arbeitsbedingungen, Auseinandersetzungen mit Wärtern, Ausbruchsversuche und Hinrichtungen.“

„Im Mittelpunkt der Spielhandlung steht der ehemalige Sträfling Jean-Marie, der im Angesicht des Todes seine Tochter Anne-Marie aus Frankreich an sein Sterbebett nach Südamerika bittet. Die Frau, die ihren Vater tot glaubte, versucht Näheres über dessen leidvolles und unglückseliges Leben zu erfahren. Was sie da über die „grüne Hölle“, durch die Jean-Marie gehen musste, erfährt, lässt ihr den Atem stocken.
Mit „Zeugnis aus der grünen Hölle“ präsentiert Pidax film ein erschütterndes und realistisches Dokumentarspiel, das auf Originalberichten der Guyana-Sträflinge beruht, eine geschickte Montage aus Spielhandlung und Zeitzeugenberichten. Der eindrucksvolle, an Originalschauplätzen gedrehte Film mit hervorragenden Darstellern voll dramatischer und glaubwürdiger Szenen ist ein beeindruckendes historisches Dokument.“ (Quelle DVD)

Die Teufelsinsel liegt vor der Küste von Französisch-Guyana und gehört zur Inselgruppe Îles du Salut. Frankreich unterhielt hier eine Strafkolonie für bis zu 2000 Strafgefangene. Es herrschten unmenschliche Haftbedingungen. So gab es Zellen ohne Dach, wodurch die Gefangenen der tropischen Sonne und dem Regen ausgesetzt waren.  Man nutzte die Inseln als Strafkolonie für Schwerverbrecher von 1852 bis 1946.

Da die Medien regelmäßig über die unmenschlichen Haftbedingungen berichtete, wurde eine Schließung der Strafkolonie angeordnet. Die Gefangenen wurden nach Frankreich überführt. Zu den bekanntesten Gefangenen zählten der Offizier Alfred Dreyfus (1859-1935) und Henri Charrière (1906-1973) der durch seine beiden autobiografischen Romane Papillon und Banco bekannt wurde.