True Story

Der große Minnesota Überfall (The Great Northfield Minnesota Raid) – amerikanischer Western aus dem Jahr 1972.

Der große

Der Film basiert auf der Geschichte der James-Younger-Gang, darunter die Brüder Frank und Jesse James, sowie Jim, John, Bob und Cole Younger. Sie schlossen sich zusammen und verübten von 1866 bis 1881 einige Verbrechen im Mittleren Westen der USA, in Missouri.

Jesse James (1847-1882), war Anführer dieser Bande. Man überfiel Banken, raubte Züge aus und einige die sich ihnen in den Weg stellten, wurden dabei auch getötet.
Jesse und sein Bruder James kämpften während des Bürgerkriegs und schlossen sich den sogenannten Bushwackers an, einer Guerillatruppe die gegen die Unionstruppen in Missouri kämpfte.

Beide standen unter dem Kommando von „Bloody Bill“ Anderson, einem Hauptmann der Missouri Partisan Rangers, der aufgrund seiner Brutalität als berüchtigt galt.
Der Amerikanische Bürgerkrieg, oder auch Sezessionskrieg (1861-1865), war ein Konflikt aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konförderation vereinigten Südstaaten und in der Union verbliebenen Nordstaaten, den Unionsstaaten.
Der damals 16-jährige Jesse und sein zwei Jahre ältere Bruder Frank waren 1864 am Centralia-Massaker beteiligt, bei dem 22 unbewaffnete Soldaten der Union gefoltert und ermordet wurden. Die toten Soldaten wurden skalpiert und die Leichen geschändet.
Dies hatte Folgen für die Familie von Jesse und Frank James. Ihre Eltern wurden aus Missouri verbannt.

1865 galt zwar der Bürgerkrieg als beendet, doch es herrschten Zustände ohne jeglicher Regeln und Ordnung. Die Bevölkerung war weiterhin zerstritten und verbittert.
Die Brüder rebellierten gegen die Nachkriegszivilrechtgebung und nahmen das Gesetz in ihre eigene Hand. Sie begannen damit Züge, Postkutschen und Banken auszurauben. Vielleicht war es auch eine Art der Rache, denn während des Bürgerkriegs wurde ihre Farm von Soldaten der Union überfallen.

Es wurde spekuliert, dass die Brüder eine Art Robin Hood waren, die Reichen zu berauben um es den Armen zu geben. Doch dafür gibt es keinerlei Beweise. Aller Wahrscheinlichkeit nach behielten sie das geraubte Geld für sich.
Die Gang galt als eine der gefürchtetsten Banden in der amerikanischen Geschichte. Sie verübten mehr als 20 Banküberfälle, beraubten Züge und begingen Morde an zahllosen Menschen die ihnen im Weg standen. Ihre Beute schätzte man auf 200.000 Dollar. Jeder kannte die Banditen.

Im Jahre 1868 hatten sich die Brüder mit ihrem alten Bekannten Cole Younger (1844-1916) zusammengeschlossen, woraus nun die James-Younger-Gang entstanden war. Dazu gehörten Jesse James als Anführer, sein Bruder Frank, Cole Younger mit seinen Brüdern Bob, Jim und John, sowie Clell Miller, Arthur McCoy, Charlie Pitts, John Jarette und Bill Chadwell.
1869 beraubten sie die Bank in Gallatin, Missouri. Hierbei erschoss Jesse den Kassierer, weil er glaubte es sei der ehemalige Offizier Samuel Cox, der während des Bürgerkrieges seinen Vorgesetzten „Bloody Bill“ Anderson erschossen hatte.
1876 überfielen sie die First National Bank in Northfield, Minnesota. Ihr gewagtester Überfall bei dem sie jedoch leer ausgingen. Der Bankangestellte Joseph Lee sagte der Tresor verfüge über ein Zeitschloss, was nicht der Wahrheit entsprach.
Beim Verlassen der Bank kam es zu einem Feuergefecht wobei einige der Bandenmitglieder verwundet wurden.

Allan Pinkerton (1816-1884) ein Detektiv, war ihnen ebenfalls auf den Fersen. Dieser hatte bereits zwei Jahre zuvor die Verfolgung aufgenommen und einen persönlichen Rachefeldzug begonnen. Er war es der angeordnet hatte, das Haus der Familie James nieder zu brennen. Dabei wurde der Halbbruder der James Brüder getötet und ihre Mutter schwer verletzt. Da es zu einigen Festnahmen und Todesfällen innerhalb der Gang gekommen war, plante Jesse seinen nächsten Raub. In seinem Haus wurde er am 3. April 1882 von den Ford-Brüdern erschossen. Die Ford-Brüder hatten zuvor mit dem Gouverneur kooperiert. Frank James stellte sich den Behörden. Ein Gericht befand ihn für nicht schuldig. Er starb 1915. Die Ford-Brüder bekamen nur die Hälfte des Kopfgeldes und flohen voller Angst aus der Stadt. Charley Ford tötete sich 1884 selbst und sein Bruder Bob wurde 1892 erschossen.