True Story

Die Lena Baker Story – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2008.

Die Lena Baker Story

Der Film basiert auf dem 2001 erschienen Buch „The Lena Baker Story“ von Lela Bond Phillips. Beschrieben wird die Geschichte von Lena Baker (1900-1945), einer afroamerikanischen Frau die wegen Mordes an ihrem weißen Arbeitgeber Ernest Knight verurteilt wurde. Das Urteil lautete Tod durch den elektrischen Stuhl und wurde 1945 durch den Staat Georgia vollstreckt. Lena Baker ist die einzige Frau die in Georgia auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.

Lena Baker wurde am 8. Juni 1900 in Cuthbert, Georgia, geboren. Als junges Mädchen arbeitete sie mit ihren drei Geschwistern auf einer Baumwollfarm. In den 1940er Jahren war sie Mutter von drei Kindern und arbeitete als Dienstmädchen. 1944 begann sie für Ernest Knight zu arbeiten, ein älterer Weißer der sich ein Bein gebrochen hatte. Ernest Knight betrieb eine Mühle in der Getreide gemahlen wurde.

Zwischen den beiden entwickelte sich eine sexuelle Beziehung, sie musste sich seinen Bedürfnissen fügen. Als sie dies einmal verweigerte, sperrte er sie für drei Tage ein. Die Söhne von Ernest Knight und die Bewohner der Gemeinde mochten die Beziehung zwischen den beiden nicht. Sie drohten Lena Baker, sie solle diese beenden. Hätte sie diese beendet drohte ihr Ärger von ihrem Arbeitgeber. Selbst der Sheriff hatte sie gewarnt. Sie solle ihn verlassen, sonst droht ihr eine Gefängnisstrafe. Sie hatte Angst vor Ernest Knight, der nicht zögerte Gewalt anzuwenden. Er hatte sie zu dieser Beziehung gezwungen.

Eines Abends kam es zu einem heftigen Streit, bei dem er sie mit einer Eisenstange bedrohte. Sie versuchte zu entkommen und beide kämpften um eine Waffe. Sie ergriff die Pistole und tötete ihn. Ihr gelang die Flucht, berichtete von diesem Vorfall und sagte sie habe dabei in Notwehr gehandelt. Das Gericht sah es als Mord und verurteilte sie zum Tode.

Es folgte die Gerichtsverhandlung. Die Jury bestand nur aus Männern weißer Hautfarbe. Für sie war es keine Notwehr sondern Mord. Der Gouverneur Ellis Arnall gewährte eine 60-tägige Gnadenfrist. Im Januar 1945 wurde eine Begnadigung abgelehnt. Am 5. März 1945 wurde das Urteil vollstreckt und sie auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Lena Baker wurde hinter der Kirche, in der sie im Chor gesungen hatte, in einem unmarkierten Grab beigesetzt. Erst im Jahr 1998 hat man einen einfachen Grabstein organisiert. 2005 entschuldigte sich der Staat Georgia für diese Hinrichtung und Lena Baker wurde posthum begnadigt. Es war kein Mord sondern Notwehr.