True Story

Im Fahrwasser des Todes (Hostile Waters) – amerikanisch-britisch-deutscher Thriller aus dem Jahr 1997.

Fahrwasser des Todes

Thematisiert werden die wahren Ereignisse im Jahr 1986, des Atom-U-Bootes K-219 der sowjetischen Marine, mit der NATO-Bezeichnung Yankee-I-Klasse. K-219 gehörte zur Klasse Projekt 667A, ein U-Boot mit ballistischen Raketen.

Es war die Zeit des Kalten Krieges und im Falle eines Atomkrieges sollte eine kurze Reaktionszeit gewährleistet werden. K-219 wurde 1971 gebaut. Am 3. Oktober 1986 befand sich das U-Boot auf einer routinemäßigen Mission im Nordatlantik. Hier kam es plötzlich zu einer Explosion. Der Raketenraum füllte sich mit Wasser, was die Besatzung zwang mit ihrem U-Boot aufzutauchen. Drei Tage trieb das U-Boot auf offener See, bis es schließlich aus ungeklärten Gründen sank. Während dieser Vorfälle kamen vier Besatzungsmitglieder ums Leben. Der Rest der Mannschaft konnte gerettet werden.

Auslöser für diese Explosion war eine defekte Dichtung. Dieses Problem war bekannt und man musste mehrmals am Tag das Raketensilo leer pumpen. Die Dichtung der Mündungsklappe war komplett gerissen und das Raketensilo lief voll Wasser. Man hatte alles versucht um das Wasser herauszupumpen, doch dies blieb ohne Erfolg.

Dieses Problem gab es bereits 1973, als die Dichtung der Mündungsklappe des Raketensilos gerissen war. Seit der Fertigstellung von K-219 gab es immer wieder Schwierigkeiten mit den Nuklearraketen, deren Silos und den Mündungsklappen.

Da das Raketensilo nun voll Meerwasser war, bildete sich Salpetersäure, diese die Rakete bzw. deren Hülle angriff. Nun blieb nur noch den Raketenschacht zu entlüften und die Rakete auszustoßen. Hier kam es zu dieser Explosion, da sich das Gasgemisch entzündete. Das U-Boot sank auf eine Tiefe von 300 Meter und ließ sich dabei nicht steuern.

K-219 war mit insgesamt 15 Atomraketen bestückt. Die US-Navy wusste das K-219 im Atlantik patrouilliert. Das U-Boot USS Augusta hatte K-219 aufgespürt und verfolgt. Am 3. Oktober kam es zu einer wechselseitigen Verfolgung.

Als K-219 sank und man eine Tiefe von 350 Meter erreicht hatte, wurde ein Notauftauchen eingeleitet. Es drohte eine Kernschmelze, die Temperatur stieg. Der Reaktor ließ sich nicht abschalten, wodurch man gezwungen war diesen manuell unter hoher radioaktiver Strahlung abzustellen. Der Offizier Nikolai Belikow ging als erster um den Reaktor herunterzufahren.

Völlig erschöpft folgte ihm der 20-jährige Matrose Sergej Preminin, dem es gelungen war die beginnende Kernschmelze zu stoppen. Ihm gelang es jedoch nicht das Schott zu öffnen, es herrschte ein zu großer Druckunterschied. Er starb in der enorm heißen Reaktorkammer.

Mittlerweile waren andere Schiffe zu K-219 gelangt um Hilfe zu leisten. Die sowjetische Marine, aber auch die Navy, hatten Pläne um das U-Boot abzuschleppen. Die Amerikaner boten Hilfe an, dabei wollten sie natürlich auch gewisse Details des Botes und deren Waffen in Erfahrung bringen. Das sowjetische Frachtschiff Fjodor Bredkin versuchte K-219 in Schlepptau zu nehmen. Die Besatzung wurde auf das Frachtschiff evakuiert. Nur Kapitän Britanow blieb an Bord von K-219.

Bei der Bergung wurden sie immer wieder von der USS Augusta gestört, zum Teil sehr provokant. Der Befehl aus Moskau lautete, alle Mann zurück an Bord von K-219. Das U-Boot soll eigenständig an der Wasseroberfläche zurück in die Sowjetunion. Doch bevor dieser Befehl ausgeführt werden konnte sank K-219. Das U-Boot sank mit 14 Atomraketen und den Reaktoren auf eine Tiefe von etwa 6.000 Meter. Der Kapitän konnte K-219 noch verlassen.

Bei diesem Unglück starben vier Männer und zwei Besatzungsmitglieder starben später, aufgrund der gesundheitlichen Gegebenheiten, der erhöhten radioaktiven Strahlung der sie ausgesetzt waren.