True Story

Der Hammermörder – deutsches Drama, Thriller aus dem Jahr 1990.

Der Hammermörder

Der Hammermörder basiert auf der wahren Geschichte des Serienmörders Norbert Poehlke, einem Polizeibeamten der sechs Morde und vier Banküberfälle begangen hat. Der Film versucht die Geschehnisse zu rekonstruieren. Als Vorlage diente der Roman von Fred Breinersdorfer der auch das Drehbuch schrieb.

Norbert Poehlke wurde 1951 in Stuttgart geboren. Ab 1982 stand er als Polizeiobermeister im Dienst der Polizei. Mit einem Lottogewinn errichtet er ein Haus für die Familie, zu der seine Frau, seine Tochter und die beiden Söhne gehörten. Mit dem Gewinn von 36.000 DM und einem Kredit wurde dieses Haus gebaut. Dies führte zu finanziellen Problemen, die Familie hat sich hoch verschuldet. 1984 verstarb seine Tochter im Alter von drei Jahren an einem Gehirntumor.

Im Mai 1984 beginnt eine Serie von Gewaltverbrechen im Raum Heilbronn-Ludwigsburg. Der Polizeiobermeister benötigt Geld um die Familie zu ernähren und die Schulden tilgen zu können. Das Haus zu groß, die Einrichtung zu luxuriös und zudem ein chices Auto. Alles über Banken finanziert. Um diesen Status halten zu können benötigt er Geld. Der Familie blieb nur sehr wenig zum Leben.

Am 3. Mai 1984 tötet Norbert Poehlke den 47 Jahre alten Siegfried P. aus Aschaffenburg. Er schießt ihm mit seiner Dienstwaffe ins Gesicht. Mit dessen Auto fährt er zur Volksbank in Erbstetten. Die Filiale betritt er mit einem Vorschlaghammer und fordert die Herausgabe des Geldes. Den Bankangestellten gelingt es den Alarm auszulösen und sich in Sicherheit zu bringen. Norbert Poehlke erbeutet dabei 4.800 DM aus der Kasse. Das Fahrzeug, ein BMW, wurde später gefunden.

Im Dezember 1984 wird die Leiche eines Engländers gefunden, der in Nürnberg lebte. Im Juli 1985 entdecken Arbeiter den Leichnam eines 26-Jährigen. Zwei weitere Opfer die Norbert Poehlke tötete, um deren Fahrzeuge für seine Banküberfälle zu nutzen. Bei seinem nächsten Überfall erbeutet er 78.000 DM. Die Fahndung lief auf Hochtouren. Mehr als 1000 Personen wurden überprüft.

Der Verdacht erhärtete sich das der Täter aus den eigenen Reihen stammen könnte. Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch Norbert Poehlke vernommen. Im September 1985 schlug der Täter wieder zu und überfiel eine Bank. Seine Beute diesmal 11.000 DM. Als Fluchtfahrzeug nutzt er das Auto eines Bankkunden. Diesmal konnte aufgrund von Zeugenaussagen ein Phantombild erstellt werden, dieses Norbert Poehlke sehr ähnelte.

Zwischenzeitlich wurden sämtliche Dienstwaffen überprüft. Im Oktober 1985 führten die Ermittlungen immer mehr auf die Spur von Norbert Poehlke. Er wusste das man ihm auf den Fersen war und fühlt sich dementsprechend in die Ecke gedrängt. Am 13. Oktober 1985 tötet er in seinem Haus in Strümpfelbach seine Ehefrau und den siebenjährigen Sohn. Mit seinem vierjährigen Sohn flüchtet Poehlke nach Italien, in
die Küstenstadt Brindisi. Hier tötet er seinen Sohn und sich selbst.