True Story

Houdini – amerikanisch-kanadisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2014.

Houdini

Gezeigt wird die Geschichte des Illusionisten und Entfesselungskünstlers Harry Houdini (1874-1926), geboren am 24. März 1874 als Erik Weisz in Budapest.

1878 emigrierte die Familie in die Vereinigten Staaten, in die Stadt Appleton und später nach New York. Mit 17 Jahren trat Harry Houdini erstmals als Zauberkünstler auf. Fortan nannte er sich Harry Houdini, zwei Namen die von anderen Zauberern stammten, die er bewunderte, Harry Kellar und Jean Eugéne Robert-Houdin.

Der Zauberkünstler Joseph Rinn brachte ihm einige Tricks bei. Harry Houdini begann 1891 seine Tricks vorzuführen, mit nur wenig Erfolg. Er konzentrierte sich zunächst auf die traditionellen Kartentricks. 1893 trat er mit seinem jüngeren Bruder Theodore „Dash“ Hardeen auf, die sich „Die Houdini Brüder“ nannten.

Hier trifft er auf Wilhelmina Beatrice Rahner (1876-1943), die zu seiner Assistentin und späteren Ehefrau wird. Sie verlässt die Show „The Floral Sisters“ und arbeitet mit ihrem Ehemann zusammen. Neben der Arbeit auf der Bühne war sie auch für die Kostüme zuständig. Das Paar tourte durch einige kleine Wanderzirkusse. Ihre Show war auch in Europa zu sehen, wie im Zirkus Corty & Althoff und im Zirkus Busch-Roland. Auch im russischen Kaiserreich präsentierten sie ihre Show und feierten Erfolge.

Mit dem verdienten Geld kaufte das Paar 1905 ein Haus in Manhatten. Das Ehepaar blieb kinderlos. Harry Houdini wurde als „Der Handschellenkönig“ bekannt. Er befreite sich aus vernagelten Kisten und knackte die stärksten Schlösser. Man legte ihm eine Zwangsjacke an, hing kopfüber in der Luft und befreite sich. Seine Darbietungen und Tricks machten ihn berühmt. So wurde er zu einem der größten Entfesselungskünstlern aller Zeiten. Harry Houdini reagierte stets eifersüchtig auf Konkurrenten und galt als geltungssüchtig.

Wohin er auch ging, egal wo er seine Show präsentierte, ihm waren die Schlagzeilen sicher. Ihm gelang es sich aus jeder Situation und von jeder Fessel zu befreien. Stolz präsentiert er dabei seinen durchtrainierten Körper. Er konkurierte er mit Fakiren, die außerordentliche Körperbeherrschung zeigten. So war es ihm gelungen einen Rekord eines Fakirs zu brechen. Er musste in einem verschlossenem Sarg möglichst lange ohne Luftzufuhr überleben.

Bei einem seiner zahlreichen Auftritte versetzte ihm der Student Jocelyn Gordon Whitehead mehrere Schläge in den Bauch. Er hatte ihn vorher gefragt, ob er denn diese Schläge wegstecken könne. Harry Houdini bejahte dies, hatte jedoch angeblich nicht genügend Vorbereitungszeit. Bereits zuvor klagte er über Bauchschmerzen, hatte jedoch keinen Arzt aufgesucht.

Erst als es ihm nach diesen Schlägen in den Bauch schlechter ging, konsultierte er einen Mediziner. Dieser diagnostizierte eine Blinddarmentzündung, medizinisch richtig, eine Appendizitis. Seine Vorstellung am 24. Oktober 1926 wollte er dennoch nicht abbrechen. Der Schmerz wurde unerträglich, woraufhin man ihn in das Grace Hospital brachte. Hier verstarb Harry Houdini nach zwei Operationen, am 31. Oktober 1926 im Alter von 52 Jahren, an einer Entzündung des Bauchfells.