True Story

Nanga Parbat (The Climb) – kanadisch-britischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 1986.

Nanga Parbat

Der Film zeigt die wahre Geschichte der Erstbesteigung des Berges Nanga Parbat im Jahr 1953 durch den Bergsteiger Hermann Buhl.

Der Nanga Parbat ist der neunthöchste Berg der Erde, mit einer Höhe von 8125 Meter. Am 3. Juli 1953 bestieg Hermann Buhl als erster Mensch diesen Berg. Diese Expedition wurde von dem Münchner Arzt Karl Herrligkoffer organisiert und von Peter Aschenbrenner als bergsteigerischer Leiter geführt.

Der Berg war als „Schicksalsberg“ der Deutschen bekannt, viele hatten versucht diesen Berg zu bezwingen und zahlten dies mit ihrem Leben. Die Einheimischen nennen ihn Diamir, der König der Berge. Die Besteigung des Nanga Parbat gilt als weit schwieriger als der gut 700 Meter höhere Mount Everest. 31 Menschen haben seit der Erstbesteigungsversuche im Jahr 1895 bis 1953 hier ihr Leben verloren.

Der Österreicher Hermann Buhl hatte Glück, die Wetterbedingungen waren günstig und er erklomm den Gipfel des Berges. Einen Tag zuvor hatten er, Hans Ertl, Walter Frauenberger und Otto Kempter das Lager in 6900 Metern erreicht. Hans Ertl und Walter Frauenberger stiegen zum unteren Lager ab. Hermann Buhl und Otto Kempter blieben und verbrachten die Nacht im Lager V.

Hermann Buhl machte sich in der Nacht startklar. Allein und ohne zusätzlichen Sauerstoff stieg er zum Gipfel auf. Er brach um 2.30 Uhr auf und hatte gegen 19.00 Uhr die vor ihm liegenden 1300 Höhenmeter überwunden und den Gipfel erreicht. Völlig entkräftet hinterließ er auf dem Gipfel seinen Eispickel und eine pakistanische Flagge, um belegen zu können, er war hier oben.

Für Hermann Buhl gab es kein Halten mehr. Schritt für Schritt tastet er sich in Richtung Gipfel. „Der erste Mensch auf diesem einsamen Fleck, seit Bestehen unserer Erde.“ Für einen sofortigen Abstieg ist es zu gefährlich. Die Nacht bricht herein. Er muss bis zum Morgen warten und harrt in einer Felsspalte aus.

Otto Kempter war ihm eine Stunde nach seinem Aufbruch gefolgt, doch er musste wegen eines Schwächeanfalls aufgeben und zum Lager zurückkehren. Hermann Buhl erlitt Erfrierungen an zwei Zehen. Durch den Sauerstoffmangel kam es zu Wahrnehmungstäuschungen und er war apathisch. Der größte Teil des Abstiegs stand ihm noch bevor. Völlig erschöpft und dehydriert traf er nach 41 Stunden wieder im Lager ein. Man hatte schon das schlimmste befürchtet und glaubte der Berg habe wieder ein Opfer gefordert.

Er schaffte sogar noch aus eigener Kraft den Abstieg in das Hauptlager, nachdem er sich wenige Tage erholt hatte. Seine erfrorenen Zehen mussten amputiert werden. Hans Ertl drehte 1953 den Dokumentarfilm Nanga Parbat, bei dem er das Drehbuch schrieb und Kamera führte. Die Männer haben einen Sieg errungen, an dem alle ihren Anteil haben. Hermann Buhl kam 1957 bei einem Bergsteigunsversuch des Chogolisa ums Leben.