True Story

Der Arzt und die Teufel (The Flesh and the Fiends) – britisches Drama, Horrorthriller aus dem Jahr 1960.

Der Arzt und die Teufel

Der 94-minütige Film, mit den Originaltiteln „The Flesh and the Fiends“, „Psycho Killers“ oder „The Fiendish Ghouls“ basiert auf den beiden Serienmördern William Burke und William Hare.

In den Jahren 1827 und 1828 verübten sie in Edinburgh 16 Morde. Ihre Taten sind auch als West-Port-Morde bekannt. Sie töteten, um die Leichen an das Edinburgh Medical College zu verkaufen. Hauptabnehmer der Leichen war Robert Knox, ein schottischer Arzt und Naturwissenschaftler der die Leichen zur Anatomie nutzte, was ihn somit in die West-Port-Morde verwickelte.

William Burke (1792-1829), der in Irland lebte, verließ seine Frau und zwei Kinder und zog nach Schottland. In Irland wie auch Schottland war er in verschiedenen Berufen tätig. 1827 wohnte er in einer Pension, einer billigen Absteige, die von William Hare und Margaret Laird betrieben wurde.

William Hare wurde 1792 oder 1804 geboren, wanderte nach Schottland aus und ließ sich später in Edinburgh nieder. Hier lernte er Margarete Laird kennen, nachdem ihr Mann verstorben war. Sie wurden ein Paar und führten gemeinsam die Pension.
In dieser Pension fanden die Morde statt und William Burke wurde zum Komplizen.
Das Motiv der Morde war ein rein finanzieller Aspekt. Vor 1832 gab es nicht genügend Leichen diese man für die Anatomie in den medizinischen Schulen Großbritanniens nutzen konnte.

Burke und Hare sahen dies als Einkommensquelle. Die Idee kam ihnen als ein Mieter der Pension verstorben war. Dieser war auf natürlichen Wege gestorben und schuldete noch 4 Pfund Miete. Den Leichnam entwendeten sie aus dem Sarg und verkauften ihn für 7 Pfund an Robert Knox. Sie überbrachten ihm weitere Leichen, die sie zunächst, die vor kurzem beerdigt wurden, auf Friedhöfen ausgruben.

Die Nachfrage für Leichen zur Anatomie stieg, da auch die medizinische Wissenschaft immer weiter voran kam. Um die Nachfrage bedienen zu können gingen Burke und Hare zum Morden über. Ihre Opfer waren Männer und Frauen, meist aus den unteren Gesellschaftsschichten. Der Arzt Robert Knox (1791-1862) benötigte die Leichen um Anatomie zu unterrichten, bei dem ihm bis zu 400 Medizinstudenten zusahen.

Das Zerlegen menschlicher Leichen galt immer noch als illegal. Sein Unterricht nach der „französischen Methode“ bedeutete, dass pro Student eine Leiche erforderlich war. Burke und Hare gemeinsam mit ihren Lebensgefährtinnen halfen dem ein wenig nach. Sie betäubten Pensionsgäste zunächst mit Alkohol. Dann hielt sie einer fest, während der andere das Opfer mit dem Kissen erstickte. Ihr erstes Mordopfer war ein Mieter namens Joseph, den sie mit Whisky betrunken machten und dann erstickten. Da sie nicht alle Mieter töten konnten, beschlossen sie ihre Opfer von der Straße zu locken.

Im Februar 1828 töteten sie die Rentnerin Abigail Simpson. Für ihren Leichnam kassierten sie 10 Pfund. Im Frühjahr wurde ein Opfer von Margaret Laird eingeladen. Burke traf auf der Straße auf zwei Prostituierte, Mary Patterson und Janet Brown. Nachdem es in der Pension zu einem Streit gekommen war, verließ Janet Brown die Herberge. Als sie jedoch zurückkehrte sagte man ihr das Mary Patterson mit Burke weggegangen sei. Der Leichnam wurde am nächsten Tag von einem Medizinstudenten erkannt. Man sagt das diese beide Frauen Prostituierte waren, allerdings gibt es keinerlei Beweise dafür.

Ihr nächstes Opfer war eine Bekannte von Burke, eine Bettlerin namens Effie. So folgten weitere Morde und sie schreckten auch nicht vor einem 12-jährigen Jungen zurück, den sie ebenfalls töteten. Alles flog auf, ein anonymer Hinweis führte die Ermittler in den Hörsaal von Robert Knox. Dort fand man eine Leiche die identifiziert werden konnte. Aufgrund der Aussage von Hare wurde Burke für schuldig befunden, zum Tode durch den Strang verurteilt und am 28. Januar 1829 öffentlich hingerichtet.

Hare hatte die Taten gestanden um einen Freispruch zu erwirken. Im Februar 1829 ließ man ihn frei. Über seinen weiteren Verbleib ist nichts bekannt. Die öffentliche Meinung wendete sich auch gegen Robert Knox. 1831 verlor er das Amt des Kurators für das von ihm gegründete Museum. Er schrieb einige Bücher und fand 1856 eine neue Arbeit am Londoner Cancer Hospital bis zu seinem Tod 1862.