True Story

Tod einer Kadettin – deutsches Drama aus dem Jahr 2017.

Tod einer Kadettin

Der Film beruht auf dem Fall von Jenny Böken, einer Sanitätsoffizier-Anwärterin die während ihrer Dienstzeit auf dem Segelschulschiff Gorch Fock ums Leben kam.

In der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008 ging die junge Frau aus ungeklärten Umständen über Bord. Erst elf Tage später konnte ihr Leichnam vor Helgoland geborgen werden. Der Tod der 18-jährigen Jenny Böken gilt als ein mysteriöser Unfall.

Sie wurde zur Nachtwache eingeteilt, ihr Posten befand sich auf dem Vorschiff, der sogenannten Back. Kurz vor Mitternacht blieb ihre Meldung aus, die sie halbstündlich absetzen musste. Direkte Zeugen für ihr Verschwinden gibt es nicht. Sofort wurde der Alarm ausgelöst – Mann über Bord. Sämtliche Rettungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Trotz intensiver Suche konnte Jenny Böken nicht gefunden werden. Erst elf Tage später wurde der Leichnam von einem anderen Schiff gefunden.

Untersuchungen der Leiche ergaben das sich kein Wasser in der Lunge befand. Ein Indiz dafür, das sie nicht ertrunken sein kann. War sie bereits tot als sie ins Meer stürzte? Die Eltern von Jenny Böken halten es für wahrscheinlich das sie schon an Bord zu Tode gekommen sei. Sie glauben zwar nicht an Mord, schließen jedoch nicht aus, das vielleicht ein Streich oder Mobbing zum Tod geführt haben. Eine weitere Matrosin, deren Name anonym ist, will zum Zeitpunkt ihres Verschwindens Schreie gehört haben.

In der Nacht zum 4. September ging sie über Bord und hätte am folgenden Tag ihren 19. Geburtstag gefeiert. Die Todesursache bleibt bis heute ungeklärt. Die Eltern stehen vor einem unlösbaren Rätsel. Sie wollen wissen was in dieser Nacht wirklich passiert ist. Sie verklagten die Bundesrepublik, doch die Klage wurde abgewiesen. Sie forderten Entschädigung, wobei in einem Berufungsverfahren nur ein Teil der Forderung geltend gemacht wurde.

Die damaligen Witterungsbedingungen während der Wache seien lebensgefährlich gewesen, es herrschte Windstärke Sieben. Eine direkte Sicherung, nicht über Bord fallen zu können, habe es auch nicht gegeben. Eine Rettungsweste trug sie auch nicht. Allein aus Krankheitsgründen hätte sie diesen Dienst nicht verrichten dürfen. Man argumentierte dagegen, das das Schiff ruhig im Wasser lag, somit keine Sicherungen notwendig wären. Einschränkungen aufgrund gesundheitlicher Gegebenheiten hätten auch nicht vorgelegen.

2009 wurde die Jenny-Böken-Stiftung gegründet. Ziel der Stiftung ist es, verunglückten Bundeswehrangehörigen und deren Hinterbliebenen unkompliziert und schnell mit Rat und Tat sowie finanziell zu helfen.