True Story

Ja, ich glaube (I’m Not Ashamed) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Ja, ich glaube

Der Film beruht auf den Tagebuchaufzeichnungen von Rachel Joy Scott (1981-1999), dem ersten Todesopfer des Amoklaufs an der Columbine High School am 20. April 1999. Ihre Geschichte ist Gegenstand mehrerer Bücher. Kurz vor ihrem Tod schrieb sie das Essay „My Ethics; My Codes of Life.“

Rachel Joy Scott wurde am 5. August 1981 in Denver, Colorado, geboren. Sie war das dritte von fünf Kindern des Pfarrers Darrell Scott. Die Familie lebte als fromme Christen. 1988 trennten sich die Eltern, pflegten jedoch eine freundschaftliche Beziehung und beide erhielten das Sorgerecht. Die Mutter zog später mit den Kindern nach Littleton, wo sie 1995 erneut heiratete.

Rachel war ein geselliges Mädchen, steckte voller Energie und sorgte sich um das Wohlergehen anderer. Ihre Leidenschaft war die Fotografie und Poesie. An der Columbine High School galt sie als eine sehr gute Schülerin. 1998 trifft sie erstmals auf Dylan Klebold, ihrem späteren Mörder. Aufgrund ihres Glaubens, dem Glaube an Gott, wurde sie von Eric Harris und Dylan Klebold verspottet. Nach ihrem Tod fand man mehrere Tagebücher, die ihre positive, mitfühlende und fromme Lebensanschauung dokumentieren. Sie war 17 Jahre alt, eine wunderschöne junge Frau und glaubte an das Gute im Menschen.

Der Amoklauf an der Columbine High School wurde am 20. April 1999 von zwei Schülern verübt. Die beiden Täter, der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold ermordeten 12 Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen 47-jährigen Lehrer, 24 weitere Personen wurden verwundet. Harris und Klebold töteten sich anschließend selbst. Bis heute ist dies die blutigste Tat ihrer Art an einer High School.

Mindestens ein Jahr vor dem 20. April 1999 begannen Harris und Klebold mit der Planung dieses Anschlags. Sie studierten die Abläufe und Gewohnheiten an der Schule, beschafften Waffen und Munition und bauten Rohrbomben. Es ist ein einfacher wie bestialischer Plan. Erst sollen im Schulgebäude die selbstgebauten Bomben explodieren und für Panik sorgen. Die ins Freie stürmenden Mitschüler und Lehrer sollten dann erschossen werden. Als dieser Plan umgesetzt werden sollte, gehen die Bomben nicht hoch, offenbar hatten sie diese falsch konstruiert. Daraufhin betreten die beiden die Schule und beginnen um sich zu schießen. Sie marschieren durch die Cafeteria, wo Schüler zu Mittag essen, und dann weiter zur Bibliothek. Hier gab es die meisten Opfer. Einer Lehrerin gelang es die Notrufnummer zu wählen, dadurch sind 26 Minuten dieser Schießerei und auch alle Dialoge, die die beiden Attentäter mit Schülern und Lehrern geführt haben überliefert.

Man fand persönliche Dokumente der Attentäter, Tagebücher, Kalendereinträge, Hass-Videos und Einkaufslisten von Waffen und Bombenbestandteilen. Es gibt Hass-Listen von Eric Harris, wo er sagt; „Ich hasse alle Lügner. Und ich weiß genau, ich bin selbst einer.“ Man beschreibt ihn als Psychopath, jemand der sich überhaupt nicht in andere Menschen hineindenken kann und auch kein Mitleid verspürt. Da er als Sohn eines US-Airforce-Offiziers oft umziehen musste, bedauerte er in einem Aufsatz den Verlust von Freunden. „Jedes Mal, wenn ich einen Freund verlor, machte ich die schlimmsten Tage meines Lebens durch.“

Dylan Klebold war eher der depressive, ein selbstmordgefährdeter Typ. Er schrieb in einem Schulaufsatz; „Drei Schüsse trafen den größten Streber in den Kopf. Die Blutspritzer regneten auf die Kumpel des Strebers nieder, die zu gelähmt waren, um wegzulaufen.“
Es bleiben mehr Fragen als Antworten, nach dem Warum. Warum musste dies geschehen? Eine eindeutige Erklärung gibt es nicht. Auch wenn das am 20.April 1999 geschah, dem 110. Geburtstag Adolf Hitlers. Columbine wurde zum Vorbild für die meisten Schulattentate. Eric und Dylan haben sich offenbar gegenseitig angestachelt und sich immer weiter in eine Phantasie-Welt aus Hass, Gewalt und Rache hineingesteigert. Bis zu dem Punkt, wo sie offensichtlich nicht mehr anders konnten, als diese Phantasien in die Tat umzusetzen.

12 Schüler und ein Lehrer sterben, anschließend liefen sie noch rund 40 Minuten durch die Schule, ohne noch einmal zu schießen. Sie zogen sich in die Bibliothek zurück und erschossen sich selbst. Beide Täter stammten aus relativ wohlhabenden Familien und geordneten Verhältnissen. Beide waren eher unauffällig, ihre psychischen Probleme wurden von niemandem erkannt. Ihre Zukunft war geplant, Harris hatte sich bei der Marine beworben und Klebold war bereits für ein Studium akzeptiert worden.