True Story

Captive – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2015.

Captive

Der Film basiert auf dem Buch „Unlikely Angel: The Untold Story of the Atlanta Hostage Hero“ von Ashley Smith. Die Autorin schreibt über ihre eigene Geschichte, ihrem Martyrium, als sie sich in der Gewalt des Mörders Brian Nichols befand.

Brian Gene Nichols, geboren 1971, wurde bekannt als er bei einem Amoklauf im Gerichtsgebäude Fulton County Courthouse und auf seiner Flucht in Atlanta, Georgia, vier Menschen tötete. Die Opfer waren der vorsitzende Richter Rowland W. Barnes, die Gerichtsreporterin Julie Brandau, Deputy Sheriff Hoyt Teasley und David G. Wilhelm, ein Agent der Polizei-und Zollbehörde ICE.

Am 11. März 2005 musste sich Nichols wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Ihm gelang die Flucht, kam an eine Waffe und tötete vier Menschen. Es folgte eine großangelegte Fahndung im Großraum Atlanta, diese 26 Stunden dauerte bis man ihn fassen konnte.

Über seine frühen Lebensjahre ist nur wenig bekannt. Er kommt aus einer bürgerlichen Familie, besuchte die Cardinal Gibbons School in Baltimore, später das College, die University of Pennsylvania in Kutztown und spielte im Footballteam. Er studierte drei Semester. Es kam zu einigen Festnahmen, unter anderem wegen Körperverletzung, Ruhestörung, Bedrohung und Belästigung. Später wurde er wegen Diebstahl belangt. Er suchte gern die Konfrontation und war bekannt dafür Probleme zu bereiten, nachdem er die Schule abgebrochen hatte. 1995 zog er nach Georgia und arbeitete für Hawlett-Packard und UPS.

Nachdem er seine ehemalige Freundin brutal überfallen und vergewaltigt hatte, kam er vor Gericht und musste sich für Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten. Hinzu kam der Besitz einer Feuerwaffe während eines Verbrechens. Bekannte hatten die Staatsanwaltschaft gewarnt, er könne versuchen zu fliehen und ein Freund sagte er habe es sogar geplant. Eine erste Verhandlung war gescheitert, da man sich nicht einstimmig auf ein Urteil einigen konnte. Einige Tage darauf kam es zur Wiederaufnahme des Verfahrens. Dabei verhöhnte er die beiden Staatsanwältinnen Gayle Abrahamson und Ash Joshi. „Sie machen dieses Mal eine viel bessere Arbeit.“ Dabei war ihm bewusst das es schlecht um ihn steht.

Es ist der 11. März 2005 als es ihm gelingt die Polizeibeamtin zu überwältigen, ihr die Waffe nimmt und sie bewusstlos schlägt. Mit der Waffe suchte er nach dem Richter Barnes, fand ihn in einem Gerichtssaal, tötete ihn und die Gerichtsreporterin. Während er flüchtete traf er auf Sgt. Teasley, den er ebenfalls tötete. Seine Flucht setzte er mit mehreren Autos fort, hatte die Fahrer mit der Waffe bedroht um an die Fahrzeuge zu gelangen.

Die Großfahndung wurde eingeleitet und eine Belohnung zur Ergreifung in Höhe von 65.000 Dollar ausgesetzt. Zwischenzeitlich entdeckte man die Leiche des Agenten Wilhelm, den er beraubt und ermordet hat. Mit seinem Auto setzte er die Flucht fort. Auf einem Parkplatz traf er auf Ashley Smith, zeigte ihr seine Waffe und sagte; „Wenn Du tust was ich sage, wird Dir nichts geschehen.“ Er zwang sie in ihre Wohnung zu gehen, fesselte sie und legte ihr ein Handtuch über den Kopf während er duschte. Ihr sagte er, dass er ein gesuchter Mann sei. Sie erzählte ihm von ihrer fünfjährigen Tochter Paige das sie an diesem Tag zu Besuch kommen würde. Nichols verlangte nach Marihuana, das hatte sie nicht, so gab sie ihm Methamphetamine und zeigte ihm ihre Narbe, die ihr aufgrund eines Autounfalls den sie unter Drogen verursacht hatte, geblieben war. Außerdem das ihr Mann verstorben sei. Sie las ihm aus dem Buch „The Purpose Driven Live“ (Das Leben mit Vision) vor und es war ihr gelungen Vertrauen aufzubauen und ihn zu beruhigen. Über mehrere Stunden hielt er sie als Geisel.

Am nächsten Morgen erlaubte er ihr aus dem Haus zu gehen und um ihre Tochter
zu besuchen. Sie rief die Polizei. Somit konnte er festgenommen werden. Sie bekam insgesamt von mehreren Stellen 70.000 Dollar Belohnung. Nichols gestand seine Taten und sagte er sei ein „Soldat auf einer Mission.“ Er fühlte sich als Afroamerikaner vom Justizsystem unfair behandelt. Wegen 54 Straftaten wurde er zu mehrfach lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt.