True Story

Florence Foster Jenkins – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Florence

Das Drama beruht auf der wahren Geschichte von Florence Foster Jenkins (1868-1944), einer Sängerin, die wohl als schlechteste ihrer Darbietung gilt und somit aber auch Bekanntheit erlangte. Sie wurde oft belächelt, brachte die Zuhörer zum Weinen, da sie die Töne nicht traf, kein Gefühl und Rhythmus für die Musik hatte.

Dennoch war die Amateur-Sopranistin eine Persönlichkeit im öffentlichen Leben. Trotz oder gerade wegen ihrer musikalischen Inkompetenz wurde sie zu einer Kultfigur in New York City in den 1920er bis 1940er Jahren. So hatte sie sogar einige prominente Fans, wie den Komponisten Cole Porter, den Opernsänger Enrico Caruso, oder Gian Carlo Menotto, einem Opernkomponist.

Ihr erstes großes Konzert am 25. Oktober 1944 in der Carnegie Hall war restlos ausverkauft. Mehr als 2.500 Personen wollten sich dieses musikalische Großereignis nicht entgehen lassen. Tickets waren Wochen zuvor ausverkauft und die Nachfrage war so enorm das man die Carnegie Hall für ihren Auftritt buchte. Auch zahlreiche Prominente zählten zu den Gästen. Kritiker konnten ihren Spott über diese Darbietung nicht mehr verbergen. Die Zeitungen waren voller Artikel mit sarkastischen Bewertungen. Das Publikum hingegen war begeistert, man lachte und war begeistert. Florence Foster Jenkins war bei diesem Auftritt bereits 76 Jahre alt. Nur fünf Tage nach ihrem Auftritt erlitt sie einen Herzinfarkt. Einen Monat darauf verstarb sie am 26. November 1944 in New York.

Sie war selbstbewusst genug um sich mit den großen Sängerinnen zu vergleichen. Schlechte Kritik verglich sie mit Eifersucht ihrer Konkurrentinnen. So entgegnete sie diesem mit den Worten; „Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.“ Die New Yorker haben sie geliebt, trotz ihrer unfähigen musikalischen Darbietungen, bei denen sie Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Peter Tschaikowski oder Johann Sebastian Bach gesungen hatte. Ratschläge von professioneller Seite lehnte sie strikt ab, sie wollte singen und das tat sie auch.

Narcissa Florence Foster wurde am 19. Juli 1868 in Wilkes Barre, Pennsylvania, geboren. Sie war die Tochter von Charles Dorrance Foster, einem Rechtsanwalt der aus einer wohlhabenden Familie stammte und der Mutter Marcy Jane Hoagland Foster. Ihre jüngere Schwester Lilian starb im Alter von acht Jahren. Als Kind erhielt sie Klavierunterricht und galt als ein Wunderkind, was ihr einen Auftritt im Weißen Haus verschaffte. Nach dem Abschluss der High School, äußerte sie den Wunsch in Europa Musik zu studieren, was ihr Vater ablehnte und nicht unterstützte.

Nach dem Tod ihres Vaters begann sie Gesangsunterricht zu nehmen und etablierte sich in der wohlhabenden Gesellschaft von New York City. 1885 heiratet sie Dr. Frank Thornton Jenkins. Nachdem er sie mit Syphilis angesteckt hatte, verließ sie ihn. 1909 beginnt sie eine Beziehung mit den sieben Jahre jüngeren Bühnenschauspieler St. Clair Bayfield. Sie blieben ein Paar bis zu ihrem Tod.

1912 begann sie ihre Gesangskünste bei privaten Veranstaltungen vorzutragen. 1917 gründet sie den Verdi-Club. Als ihre Mutter 1930 stirbt standen ihr nochmals finanzielle Mittel zur Verfügung um ihre Gesangskarriere voran zu bringen. Ihr fehlten die musikalischen Fähigkeiten, traf weder Ton noch Rhythmus. Begleitet wurde sie dabei am Klavier von Cosme McMoon, dem es gelang einige Fehler zu kompensieren. Schon bald hatte sie den Ruf als schlechteste Sängerin. Durch die Krankheit Syphilis und durch die damals üblichen Medikamente, war es zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems gekommen.