True Story

Hacksaw Ridge – Die Entscheidung – amerikanisches Kriegsdrama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Hacksaw Ridge

Gezeigt wird die wahre Geschichte des amerikanischen Soldaten Desmond T. Doss (1919-2006), der während des Zweiten Weltkriegs den Dienst an der Waffe verweigerte. Als Sanitäter rettete er bei der Schlacht von Okinawa das Leben von etwa 75 seiner Kameraden. Dafür wurde er mit der Medal of Honor ausgezeichnet.

Desmond Thomas Doss wurde am 7. Februar 1919 in Lynchburg, Virginia, geboren. Sein Vater William Thomas Doss arbeitete als Schreiner, die Mutter Bertha Edward Doss, geborene Oliver, war Hausfrau und in einer Schuhfabrik tätig. Sie war Mitglied der Freikirche Siebenten-Tags-Adventisten, deren Grundsätze sie ihrem Sohn lehrte. Ein Leben ohne Gewalt und eine vegetarische Lebensweise.

Zur Familie gehörten zudem seine ältere Schwester Audrey und der jüngere Bruder Harold. Desmond besuchte bis zur 8. Klasse die Park Avenue Seventh Adventist Church. Danach fand er einen Job bei der Lynchburg Lumber Company um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise. Später arbeitete er als Schreiner bei einer Werft in Newport News. Am 17. August 1942 heiratet er Dorothy Pauline Schutte.

1942 wurde Desmond Doss zum Militär einberufen. Man schickte ihn nach Fort Jackson um dort seine militärische Ausbildung zu absolvieren. Sein Bruder diente auf einem Kriegsschiff, dem Zerstörer USS Lindsey. Desmond Doss weigerte sich eine Waffe zu tragen. Sein Glaube als Siebenten-Tag-Adventist ließ nicht zu jemanden zu töten. Begründet durch das Gebot „Du sollst nicht töten.“ Man respektierte dies und setzte ihn als Sanitäter im 307th Infantry Regiment der 77th Infantry Division ein.

1944 wurde Desmond Doss auf der Insel Guam und den Philippinen als Sanitäter eingesetzt. Für seinen Einsatz wurde er mit einer Medaille, dem Bronze Star, ausgezeichnet. Während der Schlacht von Okinawa, diese vom 1. April bis zum 22. Juni 1945 andauerte, rettete er 75 verwundete Kameraden das Leben. Die Einheit hatte eine Felswand bestiegen, wo es oberhalb zu einem heftigen Feuergefecht gekommen war. Die 77th Infantry Division musste schwere Verluste hinnehmen.

Während dieses Gefechts zwischen den Alliierten und den Japanern wurde Desmond Doss selbst viermal verwundet. Am 21. Mai 1945 wurde er mit dem Schiff, der USS Mercy, evakuiert. Zurück in seiner Heimat wurde er am 12. Oktober 1945 in das Weiße Haus eingeladen. Hier wurde er mit anderen Soldaten mit der Medal of Honor, der höchsten militärischen Auszeichnung, geehrt.

1946 wurde Sohn Desmond „Tommy“ Doss Jr. geboren. Er wollte weiterhin als Zimmermann arbeiten, doch sein verletzter Arm ließ dies nicht zu. 1946 diagnostizierte man bei ihm Tuberkulose. Ein Lungenflügel musste entfernt werden. Nach fünf Jahren Behandlung wurde er 1951 aus dem Militärkrankenhaus, mit einer Behinderung von 90 Prozent, entlassen. Das Militär übernahm weiterhin seine medizinische Betreuung. 1976 verlor er sein Gehör, was zu einer hundertprozentigen Behinderung führte. Trotz seiner schweren Verletzungen war er für seine Familie da.

Seine Frau Dorothy starb 1991 bei einem Autounfall. 1993 heiratet er erneut, seine zweite Frau Frances May Duman. Desmond Doss verstarb am 23. März 2006 im Alter von 87 Jahren. Seine Frau schrieb 1998 das Buch „Desmond Doss: In God’s Care.“