True Story

Vera Brühne – deutsches Drama aus dem Jahr 2001.

Vera Brühne

Das Drama erzählt die Geschichte von Vera Brühne (1910-2001) die Anfang der 1960er Jahre mit ihrem Bekannten Johann Ferbach (1913-1970) wegen Mordes angeklagt wurde.

Der Vorwurf lautete, den Münchner Arzt Otto Praun (1894-1960) und dessen Haushälterin Elfriede Kloo am 14. April 1960 im oberbayrischen Pöcking ermordet zu haben. Dieser Doppelmord im Milieu der Gutsituierten erlangte Aufmerksamkeit und erregte die Gemüter. In der Villa des Gynäkologen Otto Praun findet man am 19. April 1960 die beiden Leichen. Schnell war klar das es sich hierbei um Suizid handelte. In den Akten wurde als Todeszeitpunkt der 14. April vermerkt.

Otto Praun war zudem ein Immobilienhändler und hatte Vera Brühne als Erbin seiner Finca in Spanien benannt. Vera Brühne arbeitete ab Juli 1957 für ihn als Chauffeuse in München. Er zahlte ihr 200 DM monatlich und stellte einen VW Käfer zur Verfügung.

Im Oktober 1957 fuhr Vera Brühne erstmals zu dieser Finca in Spanien, einem Grundstück an der Costa Brava. Die Finca Casavana wurde von Katja Hintze verwaltet, diese Otto Praun 1958 entließ und Vera Brühne mit der Verwaltung des Grundstücks bei Lloret de Mar beauftragte. 1959 erstellte Otto Praun ein Testament, in dem er ihr ein lebenslanges Wohnrecht auf dem Landsitz einräumte.

Grund genug, um Vera Brühne und Johann Ferbach wegen Mordes an Otto Praun und Elfriede Kloo anzuklagen. Otto Prauns Sohn Günther ordnete eine Exhumierung der Leichen an, diese obduziert wurden. Die Obduktion ergab, Otto Praun wurde mit zwei Kopfschüssen ermordet. 1961 wurde Mordanklage erhoben. Ein Jahr darauf lautete der Urteilsspruch lebenslängliche Haftstrafen.

Ein Fehlurteil, ein Justizskandal, der in Deutschland Schlagzeilen machte. Beide Beschuldigten kommen nicht in Frage, die tödlichen Schüsse abgefeuert zu haben. Hier war mehr im Spiel, Waffenhandel, Geheimdienst und Schmiergelder. Ein Netz aus Lügen in das auch Franz Josef Strauß hineingezogen wurde.

Für die besagte Tatzeit dem 14. April, einem Gründonnerstag, haben die beiden Beschuldigten ein Alibi. Erst nach dem Prozess ergaben sich neue Erkenntnisse zur Leichenstarre, was bedeutet das der Todeszeitpunkt später sein müsse. Vera Brühne beteuerte ihre Unschuld und war zu dem nun angegebenen Zeitpunkt in Bonn. Sie hatte sich in Widersprüche verstrickt, was auch zu dem Urteil beigetragen hat.

Johann Ferbach stirbt am 21. Juni 1970 in der Justizvollzugsanstalt Straubing. Vera Brühne wurde 1979 aus der Haft entlassen. Sie starb am 17. April 2001 in München.

Später wurde bekannt das Otto Praun Verbindungen zum illegalen Waffenhandel hatte. Der deutsche Brigadegeneral Werner Repenning war ebenfalls in diese Affäre verwickelt. Dieser war ab 1959 der persönliche Referent von Strauß. Man vermutete auch gewisse Zusammenhänge für diesen Doppelmord. Der Fall wurde nie neu verhandelt, somit bleibt der Fall ungelöst, der oder die Täter wurden nie entlarvt.