True Story

Comedian Harmonists – österreichisch-deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1997.

Comedian Harmonists

Die Handlung des Films orientiert sich an der Geschichte des berühmten und international bekannten Berliner Volksensemble, den Comedian Harmonists.

Die Comedian Harmonists wurden 1928 gegründet. Bereits 1935 kam es zur Auflösung. Zur Gruppe gehörten Ari Leschnikoff (1897-1978), Erich A. Collin (1899-1961), Harry Frommermann ( 1906-1975), Erwin Bootz (1907-1982), Robert Biberti (1902-1985) und Roman Cykowski (1901-1998).

Gründer der Comedian Harmonists war Harry Frommermann. 1922 besuchte dieser eine Schauspielschule, was zu einem Streit mit seinem Vater führte. 1924 wurde er von dieser Schule verwiesen. Nachdem seine Mutter verstorben war, hatte er niemanden und war völlig auf sich allein gestellt. Am 29. Dezember 1927 gibt er im Berliner Lokalanzeiger eine Suchanzeige auf. Gesucht wurden Sänger, Tenor und Bass, für ein Ensemble.

Hunderte meldeten sich, doch viele hatten nicht das Talent nach dem er suchte. Bis sich Robert Biberti zum Vorsingen in seiner Wohnung meldete. Beide mochten die Musik des amerikanischen Vokal-Quartett The Reverlers, die mit ihrem A cappella sehr erfolgreich waren. The Reverlers wurden 1925 gegründet und traten in Europa, darunter auch in Deutschland auf.

Wenige Tage darauf kamen Roman Cykowski und Ari Leschnikoff hinzu, danach Erwin Bootz und Erich A. Collin. Somit war die Gruppe komplett und nannte sich Melody Makers, aus denen später die Comedian Harmonists wurden. Am 28. September 1928 folgte der erste Auftritt im Großen Schauspielhaus in Berlin. Das Sextett tourte durch ganz Deutschland, was schließlich zur Bekanntheit und dem Durchbruch führte. 1929 kam es zum ersten Radioauftritt.

1930 waren sämtliche Säle ausverkauft. 1933 hatten die Comedian Harmonists ihren Höhepunkt erreicht. Es war jedoch auch jene Zeit des Nationalsozialismus. Drei der Mitglieder waren Juden, woraufhin Konzerte abgesagt wurden, bis hin zu einem kompletten Auftrittsverbot. Um weiterhin ihrer musikalischen Leidenschaft nachzugehen, blieb nur noch das Ausland, Auftritte in Norwegen, Dänemark und sogar den Vereinigten Staaten.

In Norwegen kam es 1935 zu ihrem letzten Auftritt. Die Gruppe trennte sich, drei blieben in Deutschland und drei gingen ins Ausland. Den drei in Deutschland gebliebenen Sängern war es gestattet weiterhin zu musizieren. Es gelang drei neue Sänger zu arrangieren und man nannte sich von 1935 bis 1941 Das Meistersextett. Zwischen den Musikern kam es zu Differenzen. Erwin Bootz verließ die Gruppe. Es kam zu immer mehr Konflikten, was den Niedergang der Gruppe bedeutete.

Auch die drei Musiker die ins Ausland gingen, Harry Frommermann, Erich A. Collin und Roman Cykowski hatten neue Musiker engagiert. Sie nannten sich Comedy Harmonists und auch hier kam es 1941 zur endgültigen Auflösung. Jeder der einst sechs Mitglieder der Comedian Harmonists ging seine eigenen Wege. Aber alle überlebten den Zweiten Weltkrieg. Die Comedian Harmonists gab es weiterhin, als amerikanische Nachfolgegruppe, diese 1948 von Erich A. Collin gegründet wurde. 1949 kam es auch hier zu einem Ende.