True Story

The Infiltrator – amerikanisches Drama, Thriller, Biografie aus dem Jahr 2016.

The Infiltrator

Der Film beruht auf der Autobiografie „The Infiltrator: My Secret Life Inside the Dirty Banks Behind Pablo Escobar’s Medellin Cartel“, von Robert Mazur, einem US-Zollbeamten der verdeckte Ermittlungen gegen das Drogenkartell leitete. Als Agent und verdeckter Ermittler schleuste er sich in das Drogenkartell, in das Reich von Pablo Escobar ein.

Irgendwann in den 1980er Jahren unter dem Pseudonym Bob Musella, der sich als wohlhabender Geschäftsmann ausgab, hatte er die gewissen Kontakte geknüpft. Fünf Jahre verbrachte er Undercover in der kriminellen Hierarchie der kolumbianischen Drogenkartelle. Er war mittendrin in deren Aktivitäten und machte sich zudem mit den schmutzigen Bankgeschäften vertraut.

Man verbrachte Nächte in Hotels, wo eine Übernachtung bis zu 1000 Dollar kostete, trank den teuersten Champagner weltweit, fuhr Rolls-Royce-Cabriolets und flog in Privatjets. Aber unter seinem chicen Anzug und in seiner Aktentasche verbargen sich Mikrofone, um die erdrückenden Beweise ihrer Verbrechen beweisen zu können. Bob Musella drang tief in das Innere des Medellin-Kartells ein.

Diese Operation gilt als eine der erfolgreichsten verdeckten Ermittlungen in der Geschichte der Strafverfolgung. Mehr als 80 Personen konnten somit weltweit ausfindig gemacht werden. Aufgedeckt wurde zudem, dass skrupellose Banken die komplexen internationalen Finanzsysteme manipuliert hatten. Millionen Drogengelder sind auf Bankkonten, unter anderem auch in Europa, verschwunden.

Robert Mazur ist ehemaliger Bundesagent und Sonderermittler im Bereich der Geldwäsche. Er konnte außerdem beweisen, dass die Bank of Credit and Commerce International (BCCI) in der Geldwäsche für kolumbianische Drogenhändler verwickelt war. Diese Bank wurde 1972 von dem Pakistani Agha Hasan Abedi gegründet und war die siebtgrößte Privatbank der Welt, mit 400 Niederlassungen in 78 Ländern.

1991 wurde der Finanzskandal aufgedeckt und die Bank geschlossen, mit den Vorwürfen der Geldwäsche, Bestechung und Waffenhandel. Der damalige panamaische Diktator Manuel Noriega nutzte diese Bank um Drogengeld des Medellin-Kartells zu waschen. Nach der Auflösung der BCCI galten 13 Milliarden US-Dollar als verschollen.

Manuel Noriega wurde 1992 wegen Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Verschwörung verurteilt und befindet sich derzeit in Haft. Er hatte dem Medellin-Kartell Exil geboten und ermöglichte Anlegemöglichkeiten für ihr Drogengeld.

Pablo Escobar war Anfang der 1980er Jahre der erfolgreichste Kokainhändler der Welt. Am meisten Gewinn machte er mit seinem Schmuggel in die USA. Nachdem sein Drogenimperium zerschlagen wurde, floh er nach Panama. Laut dem Forbes Magazine besaß er ein Privatvermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar. Von seinem Vermögen profitierte auch seine Heimatstadt Medellin, so ließ er Schulen, Krankenhäuser und Wohnungen bauen.

Da man ihn noch immer verfolgte, ordnete er an, Hunderte von Polizisten, Richter und Staatsanwälte zu ermorden. 1991 stellte er sich der Polizei. Als man ihn in ein anderes Gefängnis verlegen wollte, gelang ihm die Flucht. Nun verfolgten ihn auch seine Feinde vom Cali-Kartell. Am 2. Dezember 1993 wurde Pablo Escobar von einer kolumbianisch-amerikanischen Elite-Einheit während einer Razzia erschossen.