True Story

Eine unerhörte Frau – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Eine unerhörte Frau

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte einer Frau, die für das Leben ihrer Tochter kämpfen musste. Das Drehbuch basiert auf den biografischen Aufzeichnungen von Angelika Nachtmann. Es ist ihre Geschichte, ihr Kampf um das Leben ihrer Tochter und dem Kampf um ihr Recht. Angelika Nachtmann wurde 1960 in Starnberg geboren. Ihr Buch „Nicht gehört-fast zerstört“, auf dem der Film beruht, ist hundertprozentig autobiografisch. 1969 im Alter von 9 Jahren wird sie sexuell missbraucht. Ein Ereignis das man nur schwer verarbeiten kann, wodurch sich ihr Leben schlagartig änderte, sie sah die Menschen mit anderen Augen.

Sie heiratet, doch diese Ehe scheitert. Ihren Sohn bringt sie mit in ihre zweite Ehe. Sie zieht mit ihrem Sohn Stefan auf den Hof ihres zweiten Mannes in Höhenrain, wo er und seine Mutter Landwirtschaft betreiben. 1985 wird Sohn Michael geboren, 1986 kommt Tochter Katharina zur Welt. Mit ihrer Schwiegermutter ist sie sich nicht einig, sie selbst sagt, sie hätte lieber eine andere Frau auf dem Hof und im Haus gesehen. Sie arrangiert sich und verrichtet Arbeiten im Stall und auf dem Feld.

Neben Haushalt und Familie bemerkt sie das ihre Tochter Katharina kränkelt. Das Mädchen klagt über Kopfweh, isst nicht richtig und muss sich ständig erbrechen. Sie ist krank und man sieht es ihr förmlich an. Ihre Tochter ist krank und wird von Arzt zu Arzt weitergereicht. Man stellt mehrere Diagnosen und keines der Medikamente schlägt an und hilft. Die Ärzte meinen das Mädchen simuliere nur und wolle dadurch nur Aufmerksamkeit. Niemand der Mediziner nahm die Symptome ernst. Selbst ihre Verwandten sagten sie solle endlich Ruhe geben und ihr Mann äußerte sich; „du willst, dass das Mädchen krank ist.“

Katharina ist recht klein und wird nach einem Test eingeschult. Für das Mädchen ist der Schulalltag eine Tortour, ihr Leidensweg nimmt neue Dimensionen an. Sie klagt noch immer über Kopfschmerzen. Auch die Lehrer nehmen das nicht ernst und auch hier heißt es, sie sei eine Simulantin. Von ihren Mitschülern wird sie aufgrund ihrer Kleinwüchsigkeit gehänselt.

Ihre Mutter geht von Arzt zu Arzt und ist mittlerweile von der Schulmedizin enttäuscht. Sie fühlt sich im Stich gelassen. Sie informiert sich und liest vieles über Naturheilkunde. Ein kleiner Erfolg, es gelingt die Symptome ihrer Tochter etwas zu lindern. Niemand war in der Lage, den tatsächlichen Grund für die deutlichen Beschwerden ihrer Tochter zu erkennen. Erst sieben Jahre später stellte man die entscheidende Diagnose.

Es ging um das Leben ihrer Tochter, für das sie kämpfen musste und diesen Kampf aufgenommen hat. Die Diagnose war für alle niederschmetternd. 1998 wurde bei ihrer Tochter ein Gehirntumor festgestellt. Sie sagt; „Gegen das Schicksal darf man sich nicht auflehnen, da sonst der Verzweiflung ein Raum geschaffen wird, indem man die Kraft zu kämpfen verliert und sich auf seinem vorgegebenen Weg verirrt.“

Ein Pförtner einer Klinik hatte letztlich das entscheidende Richtige getan, er schickt Mutter und Tochter zu einer Endokrinologin. Hier wird der Tumor diagnostiziert und erfolgreich operiert. Katharina ist heute selbst Mutter eines Kindes. Angelika Nachtmann zog die Ärzte zur Verantwortung und hat sie verklagt. Nur durch ihren unerbittlichen Kampf konnte sie ihrer Tochter helfen.