True Story

Exodus – amerikanisches Drama, Kriegsfilm aus dem Jahr 1960.

Exodus

Der Film des Regisseurs Otto Preminger beruht auf dem 1958 erschienen Buch „Exodus“ des Autors Leon Uris. Ein historischer Roman der die Gründung des Staates Israel beschreibt.

Der Titel Exodus bezieht sich dabei auf das Schiff Exodus, mit dem 1947 über 4000 jüdische Flüchtlinge nach Palästina gelangen wollten. Das Schiff diente ursprünglich als Vergnügungsdampfer der Vereinigten Staaten. Während des Zweiten Weltkriegs transportierten die Briten und später die Amerikaner ihre Truppen.

Bekannt wurde die Exodus als jüdisches Flüchtlingsschiff Exodus 1947. Juden die den Holocaust überlebt hatten, wollten nach Palästina. Rund um Marseille sammelten sich 4514 jüdische Flüchtlinge, diese an Bord des Schiffes President Warfield, dem früheren Namen der Exodus, gebracht wurden. Das Schiff war mit den über 4000 Flüchtlingen völlig überladen und es herrschten katastrophale Bedingungen. Dies forderte mehrere Todesopfer.

Der Kapitän steuerte das Schiff in viel befahrene Gewässer, um auf diese unmenschliche Situation und dem Schicksal der Juden aufmerksam zu machen. Von Ägypten aus nahm man Kurs in Richtung Gaza. Am 17. Juli wurde das Schiff in Exodus umbenannt und die israelische Flagge gehisst. Die Briten forderten, die Fahrt nach Palästina abzubrechen. Sie hatten vor dieses Schiff zu entern. Die Exodus wurde von britischen Schiffen gerammt. Die Gegenwehr der Flüchtlinge endete, als die Briten Schusswaffen einsetzten. Es kam zu einem Hungerstreik.

Am 20. Juli 1947 legte das Schiff im Hafen von Haifa an. Die Passagiere wurden auf mehrere Deportationsschiffe verlegt. Es folgte die britische Operation Oasis, um illegale Einwanderer aus Palästina wieder nach Europa zu bringen. Die Juden wollten nach Israel. „Entweder das Land Israel, oder der Tod auf den Schiffen.“ Nur wenige nahmen das Asylangebot Frankreichs an. Die übrigen Passagiere wurden nach Hamburg gebracht und im Lager Pöppendorf interniert.

Es folgte weltweiter Protest um die britische Regierung zu einem Umdenken zu bewegen. Man ließ die Menschen frei. Viele schlugen sich nach Palästina durch. Ihnen war es wichtig die Gründung des Staates Israel voranzutreiben. Am 14. Mai 1948 kam es zur Gründung von Israel. In den Jahren 1947 bis 1949 kam es zu dem israelischen Unabhängigkeitskrieg. Bekannt als Nahostkonflikt, einem Konflikt zwischen Juden und den Arabern.

Der Film zeigt auch die La-Spezia-Affäre, einem Ereignis während der Alija Bet, dem Codenamen für die Einwanderung Tausender Juden aus Europa in das Britische Mandatsgebiet Palästina. Die Briten wollten bestimmen wer einwandern darf oder untersagten eine Einwanderung ganz. 1946 konnten 1014 Juden nach Palästina einwandern. Dies hatte zur Folge, das das Völkerbundsmandat aufgegeben wurde und es 1947 zum UN-Teilungsbeschluss für Palästina kam.

Ein weiteres Ereignis was der Film aufgreift, ist der Bombenanschlag auf das King David Hotel in Jerusalem am 22. Juli 1946. In diesem Hotel befanden sich Abteilungen der britischen Mandatsregierung. Gezeigt wird auch der Gefängnisausbruch von Akko. Hier waren Irgun Kämpfer inhaftiert. 28 Mitglieder der Irgun und Lechi, Kämpfer für die Freiheit Israels, konnten befreit werden.