True Story

Wir sind jung. Wir sind stark. – deutsches Drama aus dem Jahr 2014.

Wir sind jung. wir sind stark

Thematisiert werden die Ausschreitungen am 24. August 1992 in Rostock-Lichtenhagen. Zwischen dem 22. und 26. August 1992 kam es zu Protesten gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber. Zudem wurde ein Wohnheim für ehemalige vietnamesische Arbeitskräfte, Vertragsarbeiter, angegriffen. Dieses Wohnheim war ein Plattenbau, dem sogenannten Sonnenblumenhaus, in der Mecklenburger Allee in Rostock-Lichtenhagen.

Es kam zu den massivsten rassistisch geprägten Angriffen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. An diesen Ausschreitungen waren mehrere hundert, teilweise rechtsextreme, Randalierer beteiligt. Etwa 3.000 Zuschauer verfolgten das Geschehen direkt vor Ort. Sie applaudierten und behinderten den Einsatz der Polizei. Die Einsatzkräfte der Polizei waren völlig überfordert.

Die Aufnahmestelle für Asylbewerber wurde evakuiert. In dem angrenzenden Wohnheim befanden sich jedoch noch einige Vietnamesen und ein Fernsehteam. Die wütende Menge der Randalierer warfen Molotowcocktails und das Gebäude geriet in Brand. Die im brennenden Wohnheim Eingeschlossenen hatten Todesangst und sie hörten die Beifall klatschende Menge unten auf der Straße. Die Polizeikräfte hatten sich teilweise komplett zurückgezogen.

Es waren gewalttätige Jugendliche aus Rostock die von Randalierern und Rechtsextremen aus ganz Deutschland unterstützt wurden. Tagelang bekundeten sie ihren Rassenhass. Anwohner feuerten diesen Mob an und schützten die Gewalttaten vor dem Polizeieinsatz. Sie erfreuten sich den Taten und meinten; „man habe es den Ausländern mal so richtig gezeigt“.

Auslöser dieser Taten war die Asyldebatte zu Beginn der 1990er Jahre. Man warf Politikern und auch den Medien vor, durch eine zum Teil populistische Kampagne diese Stimmung, diesen Fremdenhass, angeheizt zu haben.

Die Vietnamesen waren Vertragsarbeiter die einst in die DDR gekommen waren. Allein in Rostock gab es von 1981 bis 1989 bis zu 1.500 dieser Vertragsarbeiter. Durch die Deutsche Wiedervereinigung wurden diese nicht mehr gebraucht. Sie sind die absoluten Verlierer der Deutschen Einheit.

Hinzu kamen Asylbewerber, täglich bis zu 80 Menschen, die in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber eintrafen. Man war mit dieser Situation überfordert. Etwa 300 Personen kampierten in den Grünanlagen rund um das Gebäude. Diese Zustände waren nicht tagbar. Die Asylbewerber brachte man in Notunterkünfte, was den Anwohnern so nicht passte. Es gab zahlreiche Beschwerden, über die zum Teil Roma aus Rumänien, diese jedoch von der Stadt ignoriert wurden.

Einige warnten davor, das diese Wut der Anwohner eskalieren könnte. Und so kam es dann auch zu diesen Ausschreitungen. Am 22. August 1992 versammelten sich bis zu 2.000 Menschen vor der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber. Hier kam es bereits zu Randalen. Diese Ausschreitungen hielten bis zum 26. August an. Während dieser Randale wurde auch die Polizei angegriffen und Autos in Brand gesetzt.