True Story

Der Gefangene der Haifischinsel (Prisoner of Shark Island) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1936.

Der Gefangene der Haifischinsel

Der Film beruht auf der Geschichte des Arztes Samuel Mudd (1833-1883), den man vorgeworfen hatte, am Mord an dem amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln (1809-1865) beteiligt gewesen zu sein. Der Tatvorwurf lautete Verschwörung.

Abraham Lincoln wurde am 14. April 1865 von dem Schauspieler John Wilkes Booth von hinten in den Kopf geschossen. Einen Tag darauf verstarb Abraham Lincoln. Der Täter, John Wilkes Booth, flüchtete und brach sich während seiner Flucht ein Bein. Er und sein Gefolgsmann David Herold (1842-1865) suchten den Arzt Samuel Mudd auf und John Wilkes Booth wurde von diesem auch behandelt. Dies machte ihn zu einem Mittäter, wofür man ihn wegen der Verschwörung verurteilte.

Der Arzt Samuel Mudd war ein Befürworter der Sklaverei. Er war Anhänger der Südstaaten. Dies machte ihn ebenfalls zu einem Verdächtigen, da Abraham Lincoln für eine Abschaffung der Sklaverei stand und diese auch durchgesetzt hatte.

Für den Mord an Abraham Lincoln kommt es zu einer Anklage. Samuel Mudd bestritt, seinen Patienten wiedererkannt zu haben. Diese Aussage empfand man jedoch als unglaubwürdig. Der neue Präsident Andrew Johnson (1808-1875) ordnete eine Untersuchung an. Es kam zum Prozess bei dem mehrere Personen der Verschwörung mit dem Ziel, Abraham Lincoln zu ermorden, angeklagt wurden.

Der eigentliche Täter, John Wilkes Booth wurde erschossen, als dieser versuchte sich der Verhaftung zu widersetzen. Weitere Angeklagte waren; Mary Surrat, die am 7. Juli 1865 hingerichtet wurde. Bis heute ist unklar ob sie an diesem Mord beteiligt war. Lewis Powell, diesen man ebenfalls am 7. Juli hängte. George Atzerodt wurde wegen der Verschwörung angeklagt und hingerichtet. David Herold wurde ebenfalls zum Tode verurteilt. Außerdem wurden angeklagt; Samuel Arnold, Edman Spangler, Michael O’Laughlin und der Arzt Samuel Mudd. 

Samuel Mudd wurde im Juni 1865 für schuldig erklärt. Er entging nur knapp der Todesstrafe, eine einzige Stimme rettete ihm das Leben. Man verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. Er und die drei weiteren Angeklagten kamen in das Gefängnis Fort Jefferson. Dies war eine Haftanstalt mit 600 Gefangenen. Als dort 1867 eine Gelbfieberepedemie ausbrach und der Gefängnisarzt starb, übernahm Samuel Mudd dessen Arbeit. Ihm war es gelungen eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Viele verdanken ihm sein Leben.

Der Präsident Andrew Johnson begnadigte den Arzt am 1. März 1869 und er durfte nach Hause zurückkehren. Verheiratet war er mit Sarah Frances Dyer. Er ist Vater von neun Kindern. Das neunte Kind, Mary Eleanor, wurde 1878 geboren. Es bleibt umstritten ob man ihm eine Mitschuld am Tod von Abraham Lincoln geben kann, auch wenn er den Täter behandelt hat. Spätere Präsidenten der Vereinigten Staaten gaben an, er habe kein Verbrechen begangen. Samuel Mudd verstarb am 10. Januar 1883 im Alter von 49 Jahren an einer Lungenentzündung.