True Story

The Big Short – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2015.

The Big Short

 

Der Film basiert auf dem Buch „The Big Short: Inside the Doomsday Machine“ von Michael Lewis, in dem er über die Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2008 schreibt. Michael Lewis war früher selbst Banker und ist heute Wirtschaftsjournalist.

Diese Finanzkrise wird von vielen Ökonomen als die schlimmste Krise seit der Weltwirtschaftskrise, der Großen Depression der 1930er Jahre, angesehen. Auslöser war die im Sommer 2007 beginnende US-Immobilienkrise. Dies führte zu einem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers, dies wiederum im September 2008 zu einer internationalen Bankenkrise.

Übermäßige Risikobereitschaft der Banken, wie der Bank Lehman Brothers, haben dazu beigetragen, diese finanziellen Auswirkungen weltweit zu vergrößern. Die Finanzbranche der gesamten Weltwirtschaft geriet ins Wanken. Es wurden massive Rettungspakete von Finanzinstituten eingesetzt, um einen möglichen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems zu verhindern.

In den Vereinigten Staaten stiegen die Aktienkurse auf Rekordstände, zudem waren die Zinsen sehr niedrig. Folglich boomte der amerikanische Immobilienmarkt. Viele träumten vom eigenen Haus. Schnell einen Kredit, um diesen Traum zu verwirklichen. Den Banken kam dies sehr gelegen, sie nutzten den Immobilienboom, um immer mehr Kredite zu vergeben. Jeder der einen Kredit beantragt hatte, bekam diesen, völlig unabhängig von seinem Einkommen, ob dies überhaupt genügte um das Geld zurückzahlen zu können.

Ein lohnendes Geschäft, Kredite wurden in Wertpapiere umgewandelt, mit denen die Banken an der Wall Street handelten. 2004 stiegen jedoch die Zinsen. Für jene die ein Haus gekauft und durch einen Kredit finanziert hatten, eine enorme finanzielle Belastung. Immer mehr der einst stolzen Hausbesitzer konnten die Raten nicht mehr aufbringen. Die Kredite platzten, somit auch die Wertpapiere mit denen die Banken handelten bzw. an Investoren verkauft hatten. Eine Katastrophe für das Finanzsystem, ein Kollaps für die gesamte Finanzbranche.

Der Film bezieht sich auch auf die Geschichte einiger realer Personen, wie dem Hedgefonds-Manager Michael Barry, Atwood „Porter“ Collins, Danny Moses und Vincent „Vinny“ Daniel, diese bis 2006 Mitarbeiter im Team des Aktienhändlers Steve Eisman waren. Außerdem Greg Lippman, der damals bei der Deutschen Bank in New York tätig war.

Es folgte eine schärfere Regulierung der Finanzindustrie. Banken die eine Mitschuld an dieser Finanzkrise trugen, blieben jedoch straffrei. 2009 schätzte der Internationale Währungsfond die weltweiten Wertpapierverluste infolge dieser Krise auf vier Billionen US-Dollar. Danach folgte die Eurokrise, die besonders Griechenland mit einer sehr hohen staatlichen Verschuldung traf.