True Story

Verflucht bis zum jüngsten Tag (The Molly Maguires) – amerikanisches Historiendrama aus dem Jahr 1970.

Verflucht bis zum jüngsten Tag

Der Film führt uns in das 19. Jahrhundert in den Nordosten von Pennsylvania. Gezeigt wird die Geschichte der Molly Maguires, eines geheimen, irischen Bergarbeiterbundes. Als Vorlage für den Film diente der Roman von Arthur H. Lewis.

Der Name Molly Maguires stammt von Molly Maguire, einer damaligen Führerin einer irischen Geheimorganisation um das Jahr 1840. Die Molly Maguires haben sich in Irland gegründet und wollten soziale Gerechtigkeit erreichen. Es heißt das sie auch vor Gewalt nicht zurückschreckten. Es kam zu einer Reihe heftiger Konflikte. Laut einer Überlieferung in Pennsylvania wurden vermutlich 20 Mitglieder der Molly Maguires wegen Mordes und anderer Verbrechen, in den Jahren 1877 und 1878, hingerichtet.

Mitte des 19. Jahrhunderts kam es vermehrt zum Steinkohleabbau. In den 1870er Jahren kontrollierten mächtige Finanz-Syndikate die Kohleminen und die Eisenbahnen. Die Firmen die mit dem Kohleabbau in Verbindung standen, hatten damit begonnen Einwanderer aus Übersee zu beschäftigen. Jedoch nur die, die damit einverstanden waren unter dem Lohnniveau der amerikanischen Beschäftigten zu arbeiten.

Man lockte die Arbeiter mit dem Versprechen dennoch sehr gutes Geld zu verdienen. Folglich kam es mehrfach zu Konflikten und Sicherheitsvorkehrungen wurden seitens der Betreiber der Kohleminen nicht eingehalten. Es kam zu mehreren Einbrüchen in den Stollen, diese mehrere Todesopfer forderten. Darüber wurde oft in den lokalen Zeitungen berichtet.

Man war schockiert über die Zustände sowohl über als auch unter Tage. Bis zu 22.000 Minenarbeiter arbeiteten in Schuylkill County im Bundesstaat Pennsylvania. Davon waren etwa 5.500 Kinder im Alter zwischen sieben und siebzehn Jahren. Verletzte oder ältere Bergleute wurden an den Maschinen eingesetzt, den sogenannten Brechern, wo die Kohle zerkleinert wurde. Ein Knochenjob der nur sehr gering entlohnt wurde. Die Arbeitsbedingungen waren grauenhaft und menschenunwürdig.

Am 6. September 1869 kam es zu einem tragischen Unglück. In der Avondale Mine fanden 110 Bergleute den Tod, nachdem in der Mine ein Feuer ausgebrochen war. Der Industrielle und Geschäftsmann Franklin B. Gowen beschuldigte die Mitglieder der Molly Maguires des Mordes und der Brandstiftung. Zudem der Entführung und weiterer Verbrechen. Seine Vorwürfe beruhen teils auf der Aussage eines Pinkerton-Detektivs, mit Namen James McParland.

Die Molly Maguires wollten nur soziale Gerechtigkeit. Man versuchte diese mit allen Mitteln durchzusetzen. Für eine Anwendung von Gewalt oder dergleichen gibt es nicht genügend oder keinerlei Beweise.