True Story

König der Freibeuter (The Buccaneer) – amerikanisches Historiendrama aus dem Jahr 1958.

König der Freibeuter

Der Film unter der Regie von Anthony Quinn ist eine Neuverfilmung des Films Der Freibeuter von Louisiana aus dem Jahr 1938. Beide Filme zeigen die Geschichte von Jean Lafitte (1780-1826), einem französischen Freibeuter. Thematisiert wird auch die Schlacht von New Orleans im Jahr 1815, dem Vorstoß der Briten gegen Amerika, bei der Jean Lafitte Amerika zum Sieg führte.

Jean Lafitte wurde um 1780 in Frankreich als zweiter Sohn eines Aristokraten geboren. Sein Bruder Pierre Lafitte (1770-1821) war ebenfalls ein Freibeuter und Schmuggler. 1804 gingen die Brüder in die Vereinigten Staaten, nach Barataria, etwa 100 Meilen südlich von New Orleans. Dies war die Heimat von Fischern und Freibeutern. Bereits vier Jahre später zählten die Brüder zu den gefürchtetsten Piraten. 1000 Männer und zehn Schiffe standen unter ihrem Kommando, mit denen sie Handelsschiffe kaperten und die Beute nach New Orleans schmuggelten.

Der Politiker und Gouverneur William Charles Cole Claiborne versuchte Lafitte aus Barataria zu vertreiben. Obwohl dieser 750 Dollar auf Lafittes Kopf ausgesetzt hatte, scheiterte sein Vorhaben kläglich. Jean Lafitte hingegen bot das doppelte Kopfgeld. Er baute ein Haus, Lagerhallen, eine Gastwirtschaft und ein Bordell. Seine Männer kamen aus verschiedenen Ländern, es waren Hunderte die sich ihm angeschlossen hatten. Im Hafen von Barataria herrschte reges Treiben, der Handel boomte. Jean Lafitte verbrachte einen Großteil seiner Zeit in Barataria um hier seinen Geschäften nachzugehen.

Als es am 8. Januar 1815 zur Schlacht von New Orleans gekommen war, unterlagen die britischen Truppen der amerikanischen Armee unter der Führung von Andrew Jackson. Jean Lafitte kämpfte an der Seite von Andrew Jackson. Jean Lafitte wurde daraufhin von Präsident Madison begnadigt und seine Männer für ihre Tapferkeit geehrt. Er half den amerikanischen Truppen da seine Expansion durch den Angriff der Briten scheiterte. Zuvor hatte man seinen Besitz beschlagnahmt. Somit erlangte er auch wieder seine Legalität.

Jean Lafitte arbeitete an neuen Plänen für eine Anlegestelle an der Küste von Texas. Er brauchte einen neuen Umschlagplatz für die Beute gekaperter Schiffe. 1817 gelang es ihm den berüchtigten Piraten Louis Michel Aury von der Insel Galveston zu vertreiben. Die amerikanische Regierung bat Jean Lafitte ein weiteres Mal um Hilfe, um die Franzosen und Spanier aus Texas zu vertreiben. Diesmal lehnten die Lafitte-Brüder ab. Zwei Jahre zuvor hatte er mit rechtlichen Mitteln versucht sein konfisziertes Eigentum wiederzuerlangen. Er fühlte sich verraten.

Auf der Insel Galveston gelang es ihm eine neue Schmuggelbasis zu errichten. Etwa um 1820 heiratet er die Französin Madeleine Regaud. Im Jahr 1821 entsandte die amerikanische Regierung die USS-Enterprise nach Galveston, um Jean Lafitte von dort zu vertreiben. Er erklärte sich bereit, ohne jeglichem Kampf, die Insel zu verlassen. Seine Männer brannten jedoch alles nieder. Man ließ sich nun auf der Mugeres-Insel nieder, um hier Schiffe zu überfallen. 1825 war es der Regierung gelungen die Piraterie zu unterbinden. Wie und wann Jean Lafitte verstarb kann nicht eindeutig belegt werden.