True Story

Reds – Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit – amerikanisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1981.

Reds

Der Film beschreibt das Leben und die Karriere des Schriftstellers, Journalist und Aktivist, John Reed (1887-1920). Er ist Autor des Buches „Ten Days That Shook the World“, in dem er über die Oktoberrevolution 1917 in Russland schreibt. John Silas Reed war Begründer und Vorsitzender der ersten Kommunistischen Partei in den Vereinigten Staaten.

John Reed wurde am 22. Oktober 1887 in Portland, Oregon, geboren. Seine Mutter Margaret Green Reed war die Tochter eines Unternehmers in Portland, diesem ein Gaswerk, Wasserwerk und Stahlwerk gehörte. Der Vater Charles Jerome Reed arbeitete als Vertreter von Landmaschinen. Die Familie galt als sehr vermögend.

Nachdem er 1920 sein Studium in Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in Harvard abgeschlossen hatte, arbeitete John Reed für die Zeitschrift „The Masses“, die über sozialistische Philosophie und Kunst berichtete. Auch der Schriftsteller Max Eastman war für diese Zeitung tätig. John Reed verfasste einen Artikel über den Streik der Seidenweber in Paterson, New Jersey. Als er eine Rede für die Streikenden halten wollte, wurde er verhaftet. Die harte Behandlung gegenüber den Streikenden und seiner kurzen Haftstrafe haben ihn weiter radikalisiert.

Man lobte John Reed für seine Schreibfähigkeiten und der Poesie. Es war der Beginn seiner Karriere im Journalismus in New York. Er schrieb vor allem für Zeitschriften die sich links orientierten. Sein Interesse an sozialen Themen wurde von den Journalisten Lincoln Steffens und Ida Tarbell geweckt. Im Herbst 1913 wurde er vom Metropolitan Magazine nach Mexiko geschickt, um hier über die mexikanische Revolution zu berichten. Er verfasste zahlreiche herausragende Zeitungsartikel, die ihn auch als Kriegsberichterstatter bekannt machten.

Am 30. April 1914 reiste John Reed nach Colorado um über das Ludlow-Massaker, einem blutigen Gefecht zwischen den streikenden Bergarbeitern und der Nationalgarde am 20. April, zu berichten. Er sprach mit den Bergleuten und untersuchte die Ereignisse. Dieses Massaker forderte 25 Todesopfer.

Am 14. August 1914 weilte John Reed in Deutschland, das den Krieg erklärt hatte, und auch hier arbeitete er als Kriegsberichterstatter für das Journal Metropolitan. In Neapel, Italien, traf er auf seine Geliebte Mabel Dodge Luhan und das Paar ging nach Paris. Beide waren wieder kurz in Berlin wo er Karl Liebknecht traf. Wegen einiger Schwierigkeiten und der Zensur reiste er nach London, von hier aus später nach New York.

1915 lernt er in Portland die Journalistin Louise Bryant kennen. Beide heiraten ein Jahr darauf. Lincoln Steffens ermutigte John Reed und seine Frau Louise nach Russland zu gehen um über die Oktoberrevolution zu berichten. Hier lernt er den Politiker und Revolutionär Lenin kennen und sprach mit der Friedensaktivistin Emma Goldman. Im Auftrag des Metropolitan Magazine war auch Boardman Robinson nach Russland gereist. Er und John Reed wurden verhaftet, da man sie für Spione hielt.

Zurück in New York gehörte John Reed zu den am 30. April 1919 aus der Sozialistischen Partei Amerikas ausgeschlossenen Radikalen. Daraus entstanden zwei neue Parteien. Seine Partei war die Communist Labor Party, woraus die Kommunistische Partei der USA entstanden war.

1919 musste er nach Russland fliehen, da ihn der Oberste Gerichtshof wegen Hochverrats angeklagt hatte. 1920 erkrankt er an Typhus und verstarb am 19. Oktober 1920 in Moskau. Obwohl er amerikanischer Staatsbürger war, erhielt er ein Ehrengrab an der Kremlmauer.