True Story

Black Robe – Am Fluss der Irokesen (Black Robe) – kanadisch-australisches Historiendrama aus dem Jahr 1991.

Black Robe

Als Vorlage für diesen Film diente der historische Roman „Black Robe“ von Brian Moore, dieser 1985 erschienen ist. Zentrales Thema ist das Zusammentreffen europäischer und indianischer Kulturen im 17. Jahrhundert in Kanada.

Jesuitische Missionare versuchten die in der Gegend lebenden Algonkin-Indianer zum Christentum zu bekehren. Samuel de Champlain (1574-1635) war neben Pierre Dugua de Mons Gründer von Neufrankreich und Gründer dieser Kolonie. Neufrankreich war ein zwischen 1534 und 1763 in Besitz genommenes und teils kolonialisiertes Territorium in Nordamerika.

Samuel de Champlain erforschte ab 1603 die Ostküste Nordamerikas. 1608 gründet er eine Siedlung am Sankt-Lorenz-Strom, der heutigen Stadt Québec. Er unterstützte die Indianer Montagnais, Algonkin und Wyandot in ihrem Kampf gegen die Irokesen. Bei seinen Erkundungen traf er auf den Huronsee, einem See zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika. Ab 1620 widmet sich Samuel de Champlain der Verwaltung und der gezielten Kolonialisierung Neufrankreichs.

Zwischen 1634 und 1655 errichten die Jesuiten eine Siedlung. Diese Siedlung am Sankt-Lorenz-Strom wurde 1643 zerstört. Man traf auf die Huronen, bei denen man lebte um ihnen den christlichen Glauben näher zu bringen. Die Bemühungen der Missionare blieben jedoch ohne Erfolg, man war enttäuscht und frustriert. Die französischen Jesuiten und die Huronen mussten ihre religiösen, sozialen und kulturellen Unterschiede akzeptieren um einander gerecht zu werden.

Die Huronen oder auch Wyandot hatten zahlreiche Verluste zu beklagen. Von einst etwa 30.000 Menschen blieben bis 1760 etwa nur 100 der Indianer. Sie starben durch Pockenepidemien, die durch die Europäer eingeschleppt wurden, dem Irokesen-Krieg, auch bekannt als Biberkrieg, einer Folge von Konflikten zwischen 1640 und 1701. Die Irokesen und ihren mit Frankreich verbündeten Nachbarstämme versuchten ihr Territorium auszubreiten. Dies waren die blutigsten Auseinandersetzungen Nordamerikas, Konflikte von enormer Brutalität.

Die Huronen lebten bescheiden, vor ihrer Begegnung mit den Franzosen glaubten sie ihre Kultur sei einzigartig. Beide Seiten betrieben Handel. Die Missionare die nach Neufrankreich kamen, wollten diese Ureinwohner sowohl die Huronen zum Christentum bekehren und ihnen europäische Werte vermitteln. Anfangs waren die Huronen an diesem Leben und der Lehre Jesu Christi interessiert. Doch sie merkten schnell, dass ihre rituellen Bräuche und familiären Bindungen darunter leiden. Sie widersetzten sich dieser Missionierung durch die Franzosen.

In den 1630er und 1640er Jahren kam es zu enormen Herausforderungen. Zahlreiche Krankheiten und Angriffe der Irokesen verringerten die Anzahl der Huronen. Dies war der Niedergang der Huronen, was einige dazu bewegte zum Katholizismus zu konvertieren. Doch der Erfolg der Jesuiten war nur von kurzer Dauer. Die Irokesen haben die Völker der Huronen völlig ausgelöscht. Auch die beiden französischen Missionare Jean de Lalande und Isaac Jogues wurden im Jahr 1646 von den Irokesen, den Mohawk-Indianern, getötet.