True Story

Die Königin und der Leibarzt (En kongelig affære) dänisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 2012.

Die Königin und der Leibarzt

Als Vorlage für das Historiendrama diente das Buch „Prinsesse af blodet“ von Bodil Steensen-Leth. Gezeigt wird die Geschichte am Hof des geisteskranken Königs Christian VII. (1749-1808), König von Dänemark und Norwegen, die Liebesbeziehung zwischen seiner Frau Caroline Mathilde (1751-1775) und seinem Leibarzt Johann Friedrich Struensee (1737-1772).

Diese Affäre zur Königin Caroline Mathilde war zur damaligen Zeit ein Skandal. Johann Friedrich Struensee war ein deutscher Arzt. Er wurde der Leibarzt des Königs Christian VII.. Während einer Reise durch Europa hatte er den König begleitet. Ein Jahr später wurde Johann Friedrich Struensee der Leibarzt des Königs und kam nach Kopenhagen.

Christian VII. machte ihn zudem zu einem Minister und war zwei Jahre lang Regent von Dänemark. Dieses Amt machte den Arzt zu einem der mächtigsten Männern in Dänemark. Johann Friedrich Struensee versuchte die Gesellschaft, sowie die Regierung umzuwandeln, die den Fortschritt behindernden Strukturen zu überwinden. Er kündigte zahlreiche Reformen an und setzte diese durch, was Dänemark zu einem der fortschrittlichsten Staaten machte.

Jedoch nicht alle waren mit seiner Politik einverstanden, er hatte sich zahlreiche Feinde gemacht, die seine Spar- und Personalpolitik aufs Schärfste kritisierten. Bereits nach zwei Jahren Amtszeit, im Jahr 1772, wurde Johann Friedrich Struensee gestürzt und hingerichtet.

Der in Halle an der Saale geborene Arzt hatte sich durch seine Behandlungsmethoden einen Namen gemacht. So wurde er Leibarzt des dänischen Königs, der als unberechenbar galt und ein unangebrachtes Benehmen am Hof zeigte. Seiner jüngeren Ehefrau Caroline Mathilde gab er zur Kenntnis, er würde sie nicht lieben. Der König zog es vor, sich anderweitig zu amüsieren. Der Hofmarschall des Königs Conrad Holck (1745-1800) animierte seinen König zu übermäßigem Alkoholkonsum, sexuellen Ausschweifungen und zu Gewaltexzessen.

Das Ansehen des Königs von Dänemark in der Öffentlichkeit begann darunter zu leiden. Johann Friedrich Struensee hatte das Vertrauen des Königs gewonnen. Für seine Reformideen hatte er ein offenes Ohr. Christian VII. selbst förderte die Bekanntschaft des Leibarztes zu seiner Frau, für die er sich nicht interessierte. So entwickelte sich eine Affäre zwischen dem Arzt und Caroline Mathilde.

Beide verbrachten viel Zeit miteinander. In der Öffentlichkeit kursierten bereits Gerüchte, die sich bald bestätigen lassen sollten. Die Stiefmutter des Königs, Juliane Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1729-1796) und ihr Sohn Erbprinz Friedrich von Dänemark (1753-1805), zählten zu den mächtigsten Gegnern von Johann Friedrich Struensee.

Seine Affäre mit der Königin und seine Reformen veranlassten seine Gegner, ihn am 17. Januar 1772 festnehmen zu lassen. Der Arzt wurde wie ein Schwerverbrecher behandelt und verhört. Die Verhandlung dauerte vier Tage und endete mit einem Schuldspruch. Das Urteil lautete die Todesstrafe, diese am 28. April 1772 in Kopenhagen vollstreckt wurde. Auch sein Vertrauter Enevold von Brand (1738-1772) wurde hingerichtet. Beide wurden geköpft und gevierteilt. Die Reformen von Johann Friedrich Struensee hatte man bald wieder aufgenommen und haben teilweise bis heute ihre Gültigkeit.