True Story

Das Raubtier (Machine Gun Kelly) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1958.

Das Raubtier

Der Film basiert auf den kriminellen Aktivitäten des amerikanischen Gangsters George Kelly Barnes, besser bekannt als „Machine Gun Kelly“ (1895-1954).

George Kelly Barnes wurde am 18. Juli 1895 in Memphis, Tennessee, geboren. Er besuchte die Central High School in Memphis. Sein Spitzname Machine Gun Kelly stammt von seiner Lieblingswaffe, einer Maschinenpistole Kaliber 45, die 1918 von John T. Thompson erfunden und während der Zeit der Prohibition bekannt wurde. Auf sein Konto gehen bewaffnete Raubüberfälle und Schwarzhandel.

Nach einigen Vergehen beschloss er Memphis zu verlassen, um der Polizei zu entkommen. Er verübte weiterhin kleinere Verbrechen und widmete sich dem Schmuggel. 1928 wurde George Kelly Barnes in Tulsa, Oklahoma, wegen Alkoholschmuggels verhaftet und am 11. Februar 1928 zu drei Jahren Haft in der Haftanstalt Leavenworth verurteilt. Er galt als Musterhäftling und wurde vorzeitig aus der Haft entlassen.

Kurz nach seiner Entlassung heiratet er Kathryn Thorne, die ihm sein erstes Maschinengewehr kauft und sich darum bemühte, seinen Namen unter den Kriminellen publik zu machen.

Im Juli 1933 entführt er den Geschäftsmann, der in der Ölbranche tätig war, Charles F. Urschel. Er und seine Bande kassierten 200.000 Dollar Lösegeld. Letztlich scheiterte das Verbrechen, da Charles F. Urschel sämtliche Hinweise über seinen Verbleib notierte, obwohl man ihm die Augen verbunden hatte. Auf fast jeder Oberfläche hinterließ er Fingerabdrücke.

Nachdem das Lösegeld gezahlt und er freigelassen wurde, war er in der Lage das FBI umfassend zu informieren, um dieses Verbrechen aufzuklären. Dies führte schließlich am 26. September 1933 zu einer Verhaftung. George und Kathryn wurden aufgespürt und verhaftet. Angeblich rief er während der Festnahme „Nicht schießen, nicht schießen!“ und ergab sich widerstandslos.

Die Verhaftung der Kellys wurde von einer Flucht von 10 Insassen aus der Haftanstalt in Michigan City, Indiana, überschattet. Alle waren Mitglieder der Dillinger-Bande. Das Paar wurde am 12. Oktober 1933 zu lebenslanger Haft verurteilt. Während seiner Zeit auf Alcatraz gab man ihm den Namen „Pop Gun Kelly.“ Auch hier fiel er nicht auf  und galt als Mustergefangener.

Für seine Frau gab er sich stets als brutaler Gangster aus, in Haft jedoch gab es nie Anzeichen für einen als brutal geltenden Verbrecher. Er verbrachte 17 Jahre auf Alcatraz, bis man ihn 1951 wieder nach Leavenworth brachte. George Kelly Barnes verstarb am 18. Juli 1954, im Alter von 59 Jahren an seinem Geburtstag, an einem Herzinfarkt.