True Story

Maos letzter Tänzer (Mao’s Last Dancer) – australisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2009.

Maos letzter Tänzer

Der Film basiert auf dem Buch „Mao’s Last Dancer“ und beschreibt die Geschichte des professionellen Tänzers Li Cunxin. Der am 26. Januar 1961 in Quingdao, Shandong, China, geborene Li Cunxin ist ein ehemaliger Balletttänzer. Er ist heute Börsenmakler und künstlerischer Leiter des Queensland Ballet in Brisbane, Australien.

Li Cunxin hat sechs Brüder und wuchs in armen Verhältnissen auf. Seine Familie musste er finanziell unterstützen. Es ist die Zeit unter Mao Zedong, dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas. Li Cunxin hatte den Wunsch dieser Kommunistischen Partei zu dienen und schloss sich dieser an. Die Berater der Ehefrau von Mao Zedong, Jiang Quing, auch Madame Mao, ermöglichten ihm, die Pekinger Tanzakademie zu besuchen. Diese Akademie besuchte er sieben Jahre.

Die Schüler trainierten täglich bis zu 16 Stunden. Die Ausbildung war hart, sie begann jeden Morgen um 5.30 Uhr. Er zeigte allgemein gute Leistungen, tat sich jedoch mit dem Ballett etwas schwer. Dies änderte sich als er auf den Lehrer Xiao traf, dieser ihn zu einem sehr guten Tänzer machte. Sein Talent blieb nicht unbemerkt. Der Leiter des Houston Ballet, Ben Stevenson, dieser zwei Semester an dieser Akademie unterrichtete, bot ihm ein Stipendium um in den Vereinigten Staaten zu studieren.

Li Cunxin willigte ein und war somit einer der ersten Studenten dieser Akademie, der mit finanzieller Unterstützung der Zentralregierung der Volksrepublik China, in die Vereinigten Staaten ging. Er erkannte das er sich als Balletttänzer in seiner Heimat nicht so entwickeln könne. In China wurde das Ballet zu sehr durch die Politik geprägt, demzufolge wurden nur politische Tanzstücke erlernt und aufgeführt.

In den USA verliebt er sich in die Tänzerin Elizabeth Mackey, die er 1981 heiratet. Mit der Eheschließung wollte er auch eine Abschiebung vermeiden. Im chinesischen Konsulat, diesem er die Eheschließung und den Wunsch in den USA bleiben zu wollen mitteilte, wurde er für 21 Stunden festgehalten. Nach einigen diplomatischen Verhandlungen konnte Li Cunxin das Konsulat wieder verlassen. Auch die Ehe mit Elizabeth Mackey wurde geschieden. Seine chinesische Staatsbürgerschaft wurde ihm  aberkannt.

Dadurch konnte er mehrere Jahre nicht nach China reisen. Seine Eltern hat er sieben Jahre nicht gesehen. Durch eine Intervention durch den Präsidenten George Bush Sr. durfte er in den USA bleiben. Li Cunxin tanzte 16 Jahre beim Houston Ballet. Bei internationalen Wettbewerben gewann er zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Während eines Auftritts in London, lernt er die Tänzerin Mary McKendry kennen.

Die Australierin heiratet er 1987. Im Jahr 1995 zog das Paar mit ihren beiden Kindern nach Melbourne, Australien. Das Paar hat insgesamt drei Kinder, Sophie, Thomas und Bridie. Mit 37 Jahren beendet er seine Tanzkarriere. Li Cunxin arbeitet nun als Börsenmakler. Diesen Beruf hatte er nebenbei erlernt, als er einen verstauchten Knöchel hatte und nicht beim Ballett tanzen konnte. 2003 veröffentlicht er seine Autobiografie „Mao’s Last Dancer“, diese vom Regisseur Bruce Beresford verfilmt wurde. Seit 2012 ist er künstlerischer Leiter des Queensland Ballet. Er erhielt die Auszeichnung „Australien Father of the Year.“