True Story

Das wilde Leben – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2007.

Das wilde Leben

Der Film beruht auf der Biografie „Das wilde Leben“ aus dem Jahr 1994 von Uschi Obermaier. 2006 entstand eine weitere Biografie mit dem Titel „High Times. Mein wildes Leben“ diese sie gemeinsam mit Olaf Kraemer schrieb.

Die am 24. September 1946 in München geborene Uschi Obermaier ist ein ehemaliges Fotomodell. Sie war Mitglied der Kommune 1, einer politisch motivierten Wohngemeinschaft. Die Kommune gab es von 1967 bis 1969. Bekannt wurde Uschi Obermaier als Verfechterin der sexuellen Revolution, einem Wandel um über sexuelle Themen frei reden zu können, einer Toleranz und Akzeptanz von sexuellen Bedürfnissen.

Es ist die Zeit der sogenannten 68-Bewegung, jene Zeit der Proteste über Kriege und Klassenkämpfe. Sie galt als Ikone der 68er. Als Model verdient sie ganz gutes Geld, Tagesgagen von bis zu 1.200 DM. Sie schmiss die Schule, dann ihre Lehre und tingelte lieber durch die Klubs.

Die attraktive junge Frau provozierte durch freizügige Statements und flirtete mit der Öffentlichkeit. Die Kommune 1 provozierte allgemein, so auch durch ein bekanntes Nacktbild. Zu dieser Kommune gehörte auch Rainer Langhans. 1968 feiert Uschi Obermaier ihr Filmdebüt in „Detektive“, an der Seite von Iris Berben. Ein Jahr darauf folgt der Film „Rote Sonne.“ Sie wirkte in insgesamt sieben Filmen mit.

Als Groupie der deutschen Rockband Amon Düül traf sie 1968 auf dem Festival Internationale Essener Songtage auf Rainer Langhans. Sie und ihr Freund Rainer Langhans sprachen in den Medien offen über Beziehung und Liebe. Unter anderem war sie auch mit Jimi Hendrix, Mick Jagger und Keith Richards liiert.

1973 lernt sie Dieter Bockhorn (1938-1983) kennen, bekannt als „Prinz von St. Pauli“, der einige Nachtclubs in Hamburg betrieben hat. Er hat sie mehrfach betrogen und auch geschlagen. Zwischen 1976 und 1983 unternahmen beide ausgiebige Reisen in einem Kleinbus, diesen man zu einem Luxus-Wohnmobil umgebaut hatte.

Beide tourten durch Afghanistan, Pakistan, Nepal und Indien. Nach einem Aufenthalt in Deutschland, begann ihre dreijährige Reise durch die Vereinigten Staaten und Mexiko. Hier wurden auch Drogen geschmuggelt und konsumiert. Während ihrer Reise durch Mexiko kam Dieter Bockhorn am 31. Dezember 1983 ums Leben. Er war alkoholisiert und fuhr mit seinem Motorrad frontal gegen einen entgegenkommenden LKW.  War es ein Unfall oder Selbstmord, diese Frage bleibt offen. Uschi Obermaier glaubt jedoch an einen tragischen Unfall. Heute lebt sie in den USA, nahe Los Angeles.