True Story

Schloss aus Glas (The Glass Castle) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

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Der Film basiert auf den 2005 erschienenen Memoiren von Jeannette Walls. In ihrem Buch „The Glass Castle“ schreibt sie über ihre Kindheit, der Familie, dem alkoholkranken Vater und über ihre Mutter, einer Künstlerin und Malerin. Es sind Erinnerungen an das nomadische Familienleben, ohne einen festen Wohnsitz.

Jeannette Walls wurde am 21. April 1960 in Phoenix, Arizona, geboren. Die Eltern, Rex Walls und Rose Mary Walls, haben drei Töchter und einen Sohn. Ihre Schwestern sind Lori und Laureen und ihr Bruder Brian. Die Familie hatte keinen festen Wohnsitz, sie pendelten von Phoenix, Arizona, nach Tenderloin, einem Viertel der Stadt San Francisco, weiter über Battle Mountain in Nevada, bis nach Welch, einer Stadt in West Virginia.

Als sie schließlich in der Heimatstadt ihres Vaters, in Welch, ankamen, bezog die sechsköpfige Familie ein altes Haus, mit nur drei Zimmern und ohne Heizung. In diesem Haus tummelte sich allerlei Getier.

Im Alter von 17 Jahren zog Jeannette Walls nach New York. Ihre Schwester Lori lebte bereits in New York und arbeitete für den Buchverlag Archie Comics. Lori Walls hat die Comicfigur Marvelous Maureen geschaffen, diese von Archie Comics publiziert wurde. Diese Comicfigur wurde nach ihrer Schwester Maureen benannt. Jeannette Walls studierte am Barnard College in New York.

1988 heiratet sie Eric Goldberg. 1996 kommt es zur Trennung und sie heiratet später erneut, ihr Ehemann ist John J. Taylor. In ihrem Buch schockierte sie die Leser, als sie über ihre Erlebnisse der Kindheit schreibt. Ihr alkoholkranker Vater versprach ihr ein Schloss aus Glas zu bauen. Obwohl es an richtigem Essen mangelte, sie an Orten ohne fließend Wasser lebten, ermutigte es die Kinder Shakespeare zu lesen.

Ihr Vater war ein begabter Mann, doch durch den Alkohol war es ihm unmöglich eine vernünftige Arbeit zu finden. Als sie drei Jahre alt war, sich etwas zum Essen zubereiten wollte, hat sie sich Verbrennungen zugezogen. Ihre Mutter malte lieber als etwas zu kochen. Sie verbrachte sechs Wochen in einem Krankenhaus. Ihre Schwester Lori wurde im Alter von vier Jahren von einem Skorpion gebissen.

Die Mutter hielt sich für eine Abenteurerin und verfiel in Depressionen. Ihr Vater war ein Träumer, der auch dem Glücksspiel verfallen war. Die Kinder gaben sich untereinander Kraft, Halt und Unterstützung. Sie mussten täglich hungern, während ihr Vater das Geld lieber für Alkohol ausgab. Die Familie lebte an 20 verschiedenen Orten, hausten in der Wüste oder in Bruchbuden. „Meine Eltern waren krank und konnten nicht auf sich selbst achten. Wie sollten sie dann für uns sorgen?“ Rex Walls verstarb 1994 im Alter von 59 Jahren.

Über 20 Jahre arbeitete sie als Journalistin in New York City und Long Island. 2005 erscheint ihr Buch „The Glass Castle.“ Das Buch wurde in 22 Sprachen übersetzt und hielt sich 261 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. Bereits Ende 2007 wurden über 2,7 Millionen Exemplare verkauft.