True Story

Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt (The Fifth Estate) – amerikanisch-belgisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2013.

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Der Film basiert auf der Veröffentlichung Inside WikiLeaks von Daniel Domscheit-Berg, über seine Zusammenarbeit mit dem Netzaktivisten Julian Assange, sowie dem von den beiden Journalisten David Leigh und Luke Harding veröffentlichten Buch „WikiLeaks: Inside Julian Assange’s War on Secrety.“

Thematisiert wird die Geschichte der Enthüllungsplattform WikiLeaks, von den ersten Leaks bis hin zur Abschaltung der Wikileaks-Server im Jahr 2010, aufgrund der Veröffentlichung geheimer US-Militärdokumente.

WikiLeaks wurde 2006 von chinesischen Systemkritikern, Journalisten, Mathematikern und Technikern von Unternehmensgründern aus den USA, Taiwan, Europa, Australien und Südafrika gegründet. Der Kerngedanke ist die Idee des freien Zugangs zu Informationen, die öffentliche Angelegenheiten betreffen, eine Enthüllungsplattform, auf der Dokumente anonym veröffentlicht werden, die durch Geheimhaltung als Verschlusssache, Vertraulichkeit, Zensur oder auf sonstige Weise in ihrer Zugänglichkeit beschränkt sind.

Im Herbst 2009 hatte sich WikiLeaks zu einer zentralen Sammelstelle mit 1,2 Millionen Dokumenten von Regimekritikern und anonymen Quellen entwickelt. Die Gründer der Website sind anonym. Julian Assange war Initiator und die treibende Kraft in einer Gruppe von fünf Personen und diversen Unterstützern.

Daniel Domscheit-Berg ist ein deutscher Informatiker und ehemaliger Sprecher von WikiLeaks. Er war neben dem Hauptsprecher Julian Assange und Kristinn Hrafnsson eines der bis dahin bekanntesten Gesichter der Plattform und einer der wenigen Vollzeitmitarbeiter. Schon während seiner Berufstätigkeit als Netzwerkingenieur hatte er sich für Informationsfreiheit und Transparenz im Netz engagiert. Nach einem Treffen mit Julian Assange im Jahr 2007 begann er, WikiLeaks mit aufzubauen.

Im September 2010 verließ er jedoch WikiLeaks, nach einem Streit mit Julian Assange, bei dem er suspendiert worden war. Daniel Domscheit-Berg hatte den Arbeits- und Führungsstil von Julian Assange kritisiert. Sein Führungsstil sei autoritär. WikiLeaks sei hierarchisch organisiert und nicht transparent genug.

WikiLeaks hat mehrfach interne Dokumente von US-Armee und Behörden veröffentlicht, unter anderem zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Julian Assange drohte deswegen ein Strafprozess in den USA. Einige bekannte US-Politiker und Journalisten hatten seine Hinrichtung, oder eine gezielte Tötung durch das Militär oder Geheimdienste gefordert, dies zum Teil auch mit illegalen Mitteln. Die Regierung der Vereinigten Staaten sieht ihn als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit.

Bis zum Sommer 2010 gelang es den Behörden der USA nicht, eine Anklage zu formulieren, oder einen Auslieferungsantrag an Großbritannien zu stellen. In London stellte er sich der Polizei, wurde nach einer Zahlung einer Kaution aus der Haft entlassen. Man entschied sich ihn nach Schweden auszuliefern. Um sich einer Auslieferung zu entziehen, floh er 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London. Am 11. Januar 2018 gab die Regierung Ecuadors die Einbürgerung Assanges bekannt