True Story

Django – Ein Leben für die Musik – französisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

Django

Der Film beruht auf dem Leben des Musikers Django Reinhardt (1910-1953), einem französischen Gitarristen, Komponisten und Bandleader. Er gilt als einer der größten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Jean „Django“ Reinhardt wurde am 23. Februar 1910 in Liberchies, einem Dorf in Belgien, geboren. Er wuchs am Stadtrand von Paris auf. Sein Vater Jean Eugene Weiss gehörte zu den Manouches, der in Frankreich lebenden Sinti, der den Namen seiner Frau annahm, um der französischen Wehrpflicht zu entgehen. Die Mutter Laurence Reinhardt war eine Tänzerin.

Die Familie lebte in Roma-Lagern nahe Paris. Hier begann er Violine, Banjo und Gitarre zu spielen. Sein Vater galt ebenfalls als sehr musikalisch und spielte in einer Band, bestehend aus seinen sieben Brüdern. Django Reinhardt verbrachte den größten Teil seiner Jugend in den Roma-Lagern. Schon früh hatte ihn die Musik fasziniert und er spielte zunächst Geige.

Im Alter von 12 Jahren schenkte man ihm eine Gitarre, ein Banjo, das er schnell spielen lernte. Mit 15 Jahren beherrschte er das Instrument so gut, das er damit seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Eine Bildung hatte er weniger genossen, erst im Erwachsenenalter erlernte er das Lesen und Schreiben. Mit 17 Jahren heiratet er Florine „Bella“ Mayer, ein junges Mädchen aus der gleichen Siedlung der Zigeuner. Nach französischem Recht war dies keine offizielle Ehe, diese wurde nach Sitten und Bräuchen der Zigeuner geschlossen.

1928 kam es zu ersten Tonaufnahmen. Er spielte zusammen mit den Musikern Maurice Alexander, Jean Vaissade, Victor Marceau und dem Sänger Maurice Chaumel. Die Musiker erlangten internationale Aufmerksamkeit. Der englische Bandleader, Komponist und Pianist Jack Hylton (1892-1965) kam nach Paris um Django Reinhardt spielen zu hören. Er bot ihm an, eine Band zu gründen.

Doch bevor er diese Chance nutzen konnte, kommt es zu einem tragischen Unglück, das er fast nicht überlebte. Der Wohnwagen in dem er und seine Frau lebten geriet in Brand, als er auf dem Weg ins Bett eine Kerze umstieß. Seine Frau hatte zudem künstliche Blumen angefertigt, die sofort Feuer fingen. Beide konnten sich retten, wobei er schwere Verbrennungen erlitten hat. Sein rechtes Bein war gelähmt und zwei Finger schwer verbrannt. Die Ärzte glaubten, dass er nie wieder Gitarre spielen könne, außerdem wollte man ihm das Bein amputieren. Er verweigerte dies und verließ das Krankenhaus. Die beiden Finger konnte er nie wieder richtig bewegen, doch er gab nicht auf und schaffte es sein Handicap zu überwinden und konnte wieder Gitarre spielen.

Im Jahr 1929 wurde Sohn Lousson Reinhardt geboren. Er und seine Frau trennten sich kurze Zeit später. Gemeinsam mit seiner Cousine Sophie Ziegler tourte er durch ganz Frankreich. 1934 gründet sich das Quintette du Hot Club de France, was zu einem Sensationserfolg wurde. Während des Zweiten Weltkriegs hielt er sich eher bedeckt, da die Zigeuner von den Nazis verfolgt wurden.

Nach dem Krieg, im Jahr 1946, ging er in den USA auf Tournee. 1949 wurden in Rom insgesamt 67 Titel aufgenommen. Später bildete sich eine neue Band, mit der er in Paris auftrat. Am 15. Mai 1953 erlitt Django Reinhardt einen Schlaganfall, von dem er sich nicht wieder erholte und einen Tag darauf verstarb.