True Story

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2016.

Hidden

Der Film basiert auf dem Buch „Hidden Figures: The American Dream and the Untold Story of the Black Women Mathematicians Who Helped Win the Space Race“, aus dem Jahr 2016 der Autorin Margot Lee Shetterly.

Erzählt wird die Geschichte der Physikerin, Wissenschaftlerin und Mathematikerin Katherine Johnson und ihrer Kolleginnen Dorothy Vaughan und Mary Jackson. Drei unbekannte Frauen hinter einer bekannten Mission. Sie unterstützten die NASA bei dem Wettlauf ins All, während des Kalten Krieges, um die Vorherrschaft in der Raumfahrt. Drei afroamerikanische Frauen die der Diskriminierung trotzten, sich durchsetzten und durch ihr Wissen die amerikanische Raumfahrt voran brachten.

Es war ein Wettlauf ins All zwischen der Sowjetunion und der USA. Dies war nicht nur von militärischem Wert, sondern auch ein Kräftemessen für Fortschrittlichkeit und Leistungsfähigkeit. Die Sowjetunion startete am 4. Oktober 1957 ihren Satelliten Sputnik 1. Es ist der Beginn der Raumfahrt, mit dem die USA und die westliche Welt noch nicht gerechnet hatten. Für die Öffentlichkeit in westlichen Ländern galt Sputnik 1 als besorgniserregend, daraus resultierte der Begriff Sputnikschock. Die Sowjetunion machte damit deutlich, dass sie der Technologie der Raumfahrt der Amerikaner ebenbürtig war.

Die Sowjetunion hatte die weltweit erste Interkontinentalrakete, die R-7 (Semjorka) entwickelt. Damit war man in der Lage das Territorium der USA mit nuklear bestückten Raketen zu erreichen. Die Amerikaner starteten 1958 das Mercury Project, der ersten bemannten Raumfahrt. Noch im selben Jahr gründete sich die NASA, mit dem Ziel die zivilen Raumfahrtprogramme voranzubringen. Dies war eine deutlich zivile, nicht militärische Orientierung, um friedliche Anwendungen in der Weltraumwissenschaft zu fördern.

Dabei halfen auch diese drei Frauen, die unter anderem Berechnungen machten, die für die Navigation von enormer Bedeutung waren. Katherine Johnson gilt als Pionier in der amerikanischen Raumfahrtforschung. Sie berechnete Flugbahnen, so auch bei der ersten Landung auf dem Mond. Es war die erste bemannte Mondlandung, die Mission Apollo 11, bei der Neil A. Armstrong, Edwin E. „Buzz“ Aldrin Jr. und Michael Collins die Mondoberfläche betraten. Durch ihre Berechnungen konnte der Astronaut John Glenn 1962 als erster Amerikaner in einem Raumschiff die Erde umkreisen.

Katherine Coleman Goble Johnson wurde am 26. August 1918 in White Sulphur Springs, West Virginia, geboren. Schon früh zeigte sich ihr Talent für die Mathematik. Sie war die erste afroamerikanische Frau die 1938 die West Virginia University besuchte. Mit ihrem Wissen in der Mathematik entschied sie sich Karriere zu machen. Bei einem Familientreffen erwähnte ein Verwandter das die NASA nach qualifizierten Mitarbeitern sucht. 1953 bot man ihr diesen Job und sie nahm ihn an.

Dorothy Johnson Vaughan wurde am 20. September 1910 in Kansas City, Missouri, geboren. Sie arbeitete als Mathematiklehrerin bevor sie zur NACA, dem Vorgänger der NASA gekommen war. Sie spezialisierte sich auf das Programmieren von Computern. 1971 verließ sie die NASA. 2008 verstarb sie im Alter von 98 Jahren.

Mary Winston Jackson, geboren am 9. April 1921, war ebenfalls Mathematikerin und Ingenieurin für Raumfahrt. Sie analysierte Experimente die im Windkanal durchgeführt wurden, wertete die Daten aus und arbeitete an der Aerodynamik von Flugzeugen. Sie war bis zu ihrer Pensionierung 1985 bei der NASA beschäftigt. Sie verstarb 2005 im Alter von 83 Jahren.