True Story

Banktresor 713 – deutsches Drama aus dem Jahr 1957.

Banktresor 713

„Spannendes Einbruchsdrama, angeregt durch einen authentischen Fall.“ Dabei handelt es sich um die Geschichte der Brüder Sass. Franz und Erich Sass waren zwei Berliner Einbrecher, die in der Weimarer Republik (1918-1933) große Bekanntheit erlangten. Es heißt sie haben ihre Beute auch teils an Bedürftige verteilt, wobei dies umstritten ist.

Der am 24. Oktober 1904 geborene Erich und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Franz, der am 3. April 1906 das Licht der Welt erblickte,  wurden am 27. März 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen vom späteren Auschwitzkommandanten Rudolf Höß ermordet.

Die Brüder wuchsen in Berlin-Moabit auf. Die Eltern Andreas Sass, der als Schneider arbeitete und die Mutter, die in einer Wäscherei tätig war, hatten insgesamt fünf Söhne. Die Familie galt als sehr arm und lebte in einer kleinen Wohnung, mit gerademal 40 Quadratmetern, in einem Hinterhaus in der Birkenstraße 57. Schon im Kindesalter verübten die Brüder kleinere Einbrüche.

Es kam immer wieder zu Konflikten wegen kleinerer Delikte. Die Brüder wurden in Berlin der 1920er Jahre zu Meisterdieben. Es folgte eine Reihe von Tresoreinbrüchen. Bei ihren Einbrüchen waren sie stets unbewaffnet, was auch eine gewisse Sympathie vieler Berliner hervorrief. Ihre Vorgehensweise war sehr zielstrebig und einfach genial zur damaligen Zeit.

Im Jahr 1926 beschlossen sie Tresore zu knacken. Mit ihrem Schneidbrenner versuchten sie im März 1927 die Depositenkasse der Deutschen Bank zu öffnen. Sie wussten aber nicht das ein Schneidbrenner Sauerstoff verbraucht, was ihnen somit die Luft zum Atmen nahm. Der Raum war sehr klein und ihr Versuch scheiterte. Auch weitere versuchte Einbrüche in die Dresdner Bank, der Reichsbahndirektion oder beim Landesfinanzamt, um hier die Tresore zu knacken, schlugen ebenfalls fehl.

Im Januar 1929 gruben die Brüder einen drei Meter langen Tunnel, dieser zur Diskontobank am Wittenbergplatz führte. Dies war ihr größter Coup, ihnen war es gelungen 179 Schließfächer aufzubrechen. Tausende von Reichsmark haben sie dabei erbeutet. Die Polizei konnte ihnen jedoch nichts nachweisen.

Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers flohen die Brüder nach Dänemark. Auch hier gingen sie ihren kriminellen Aktivitäten nach. Sie wurden verhaftet und 1934 verurteilt. 1938 wurden Franz und Erich Sass nach Deutschland ausgeliefert. Hier kam es zu einem Prozess. Sie wurden zu elf bzw. dreizehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Später wurden beide im KZ Sachsenhausen ermordet. Als Sterbedatum wird der 27. März 1940 angegeben. Auf Befehl des Führers wurden beide erschossen. Sie waren jedoch nie als Häftlinge in Sachsenhausen registriert. Möglich das man sie gleich am ersten Tag ihrer Ankunft getötet hat.