True Story

Gladbeck – deutsches Drama, Thriller aus dem Jahr 2018.

Gladbeck

Der Zweiteiler beruht auf dem Geiseldrama von Gladbeck im Jahr 1988. Das Gladbecker Geiseldrama begann am Morgen des 16. August 1988. Eine Filiale der Deutschen Bank wurde von den beiden Tätern, dem 32-jährigen Dieter Degowski und dem 31-jährigen Hans-Jürgen Rösner überfallen.

Rösner war der Polizei bekannt, da dieser bereits einige Raubüberfälle und Einbrüche verübt hatte. Dafür wurde er zu 11 Jahren Haft verurteilt, kehrte jedoch 1986 aus dem Hafturlaub nicht zurück. Demzufolge wurde nach ihm gefahndet.
Der Überfall auf die Deutsche Bank entwickelte sich in den folgenden 54 Stunden zu einer Tragödie. Die beiden Bankräuber und die Freundin eines der Täter reisten schwer bewaffnet durch die Bundesrepublik. Journalisten und Polizei verfolgten die Täter. Dabei starben drei Menschen.

Als sich die beiden Täter Zugang zur Bank verschafft hatten, bemerkten sie die Polizisten vor dem Gebäude. Zwei der Bankangestellten nehmen sie als Geisel.
Die beiden Räuber verlangten 400.000 DM und ein Fluchtfahrzeug. Dieser Forderung war man nachgekommen. Am Abend verlassen sie die Bank. Während ihrer Flucht beschaffen sie sich einen neuen Wagen und holen die Freundin von Rösner, Marion Löblich, ab. Alle drei sind gemeinsam auf der Flucht und es beginnt eine Irrfahrt durch die Bundesrepublik. Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski kennen sich aus ihrer Schulzeit. Beide sind vorbestraft.

Einen Fluchtplan haben sie nicht, die Irrfahrt beginnt und Millionen von Menschen erleben dies an ihren Fernsehbildschirmen mit.
Die Polizei ist hilflos und es zeigt, dass sie auf so ein Ereignis nicht vorbereitet ist. Es gelingt zwar den Wagen unauffällig zu verfolgen, dies ohne zum Erfolg führenden Einsatzplan. Man hofft das sie die Geiseln freilassen, erst dann würde man zugreifen. Nachdem sich die Flüchtigen erneut ein Fahrzeug organisiert hatten, bemerkten sie die Polizei. Rösner gibt den Journalisten Interviews. Die drei Flüchtigen mit den Geiseln kapern einen Linienbus, der gerade an einer Haltestelle gestoppt hatte. Mit diesem Bus und etwa 30 weiteren Geiseln an Bord wird die Flucht fortgesetzt. Man befindet sich nun auf der Autobahn in Richtung Niederlande.

Bei einem Halt an einer Raststätte begleitet Marion L. eine der Geiseln auf die Toilette. Als sie dort vom Mobilen Einsatzkommando überwältigt wird, greift Degowski zur Waffe und tötet den 14-jährigen Jungen Emanuele de Giorgi im Bus.
Marion L. wird von der Polizei wieder freigelassen. Die Flucht wurde fortgesetzt. In den Niederlanden tauschen sie den Bus gegen einen BMW. Bis auf zwei junge Frauen werden alle übrigen Geiseln freigelassen.
Am 18. August fahren die Täter zurück nach Deutschland, nach Köln. Rösner und Degowski geben Interviews und posieren dabei mit ihren Waffen. Aufgrund der vielen Menschen ist es der Polizei unmöglich zuzugreifen. Ein Reporter steigt mit in das Fluchtfahrzeug um sie auf die Autobahn zu führen. An einer Raststätte darf dieser unbeschadet aussteigen.

Die Polizei beschließt nun den Zugriff, während man grünes Licht vom Innenministerium bekommen hatte. Als die Täter ihren Wagen stoppen müssen, ist ein Einsatzteam mit vier Fahrzeugen zur Stelle. Den Fluchtwagen hatte man zuvor mit einem Zündunterbrecher präpariert, als dies nicht funktionierte, rammte ein Polizeiwagen das Auto. Degowski begann zu schießen, während einer Geisel die Flucht gelang. Als Rösner am Bein getroffen wird, tötet Degowski die andere Geisel, die 18-jährige Silke Bischoff. Alle drei der Flüchtigen konnten überwältigt werden.