True Story

Salon Kitty – italienisch-französisch-deutsches Drama aus dem Jahr 1976.

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Der Film basiert auf dem Roman „Salon Kitty“ von Peter Norden. Beschrieben werden Ereignisse im Salon Kitty, einem Bordell der Nationalsozialisten in Berlin.

Salon Kitty galt als erstklassiges Bordell, das der Sicherheitsdienst, SD, für angebliche Spionagezwecke nutzte. Die Prostituierten wurden als Spione eingesetzt, um gewisse Daten der Mitglieder der NSDAP und ausländischer Besucher dieses Etablissements zu sammeln.

Das Bordell befand sich in der Giesebrechtstraße 11, in Berlin Charlottenburg. Gegründet wurde das Bordell Anfang der 1930er Jahre von der Musiklehrerin Kitty Schmidt. Sie hatte zuvor einige Jahre im Ausland gelebt. Zurück in Deutschland eröffnet sie dieses Etablissement im dritten Stock des Hauses in der Giesebrechtstraße. Eine exclusive Lage das zu viel Kundschaft führte, darunter ausländische Diplomaten und hochrangige Funktionäre des NS-Regimes.

1939 wurde das Bordell von Reinhard Heydrich übernommen, die Idee hier die Besucher auszuspionieren hatte ihn fasziniert. Zusammen mit seinem Untergebenen, dem SS-Funktionär Walter Schellenberg, setzte er seine Pläne um. Deutsche Politiker, ausländische Besucher und Diplomaten sollten mit Alkohol und Frauen verführt werden, um an eventuelle Geheimnisse zu gelangen.

Katharina „Kitty“ Schmidt galt zunächst als Regimegegnerin. Am 28. Juni 1939 entschloss sie sich zu fliehen. Die Gestapo konnte sie jedoch auf dem Weg nach England festnehmen. Im Hauptquartier der Gestapo trifft sie auf Walter Schellenberg, der ihr die Wahl ließ, entweder sie kooperiere und leite weiterhin das Bordell oder man schicke sie in ein KZ.

Die insgesamt neun Zimmer des Bordells wurden neu hergerichtet und mit dem besten Standard ausgestattet. Walter Schellenberg installierte Abhörwanzen. Im Keller des Hauses wurde die Abhöreinrichtung aufgebaut. Nun benötigte man nur noch attraktive junge Damen. Dutzende von Prostituierten wurden verhaftet, um unter den Frauen die schönsten und intelligentesten auszuwählen.

Zum Teil wurden die Damen ausgebildet, um die verschiedenen Militäruniformen zu erkennen. Nach jedem Gast mussten sie Bericht erstatten. Das Etablissement war gut besucht und wurde immer populärer. Unter den Gästen war unter anderem Galeazzo Ciano, Außenminister des faschistischen Italiens und Schwiegersohn des italienischen Diktators Benito Mussolini.

Der SS-Obergruppenführer Sepp Dietrich verlangte gleich mehrere der Damen für eine Orgie. Aber er enthüllte keinerlei Geheimnisse. Dem britischen Agenten Roger Wilson fielen die seltsamen Kabel auf. Er besuchte das Bordell häufiger und gleichzeitig die selbe Dame.

Während des Kriegsverlaufs nahm die Kundschaft ab. Im Juli 1942 wurde das Haus durch einen britischen Luftangriff zerstört. Das Bordell wurde in die Parterre des Hauses verlegt und das Sicherheitshauptamt gab die Spionage auf. Kitty Schmidt wurde eine Schweigepflicht auferlegt. Sie starb 1954 und hatte nie darüber geredet. Ihre Tochter führte das Bordell, und später ihr Enkel, bis Anfang der 1990er Jahre als Pension Florian weiter.

Fakt ist es gab dieses Bordell, jedoch die Abhöraktionen lassen sich nicht hundertprozentig bestätigen. (Zum Cover der DVD; die beiden schwarzen Balken mussten aus Jugendschutzgründen hinzugefügt werden).