True Story

Ich, die Sklavin (I Am Slave) – britisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2010.

Ich die Sklavin

Der Film beruht auf den Erfahrungen von Mende Nazer, einer Menschenrechtsaktivistin und Autorin. Sie war acht Jahre lang eine Sklavin im Sudan und in London. 2002 schrieb sie das Buch „Slave: My True Story.“

Mende Nazer wurde 1982 im Sudan geboren. Sie gehört zum Volk der Nuba und lebte in einem Dorf in den Bergen. Im Alter von 12 Jahren wurde sie entführt und als Sklavin verkauft. Man brachte sie nach Karthum, der Hauptstadt des Sudan, wo sie sechs Jahre lang für eine arabische Familie arbeiten musste.

Sie musste Zwangsarbeit verrichten und wurde zudem körperlich misshandelt. Von ihrer Herrin wurde sie nach sechs Jahren an deren Schwester weitergegeben, die in London als Frau eines sudanesischen Diplomaten lebte. Auch hier musste Mende Nazer Zwangsarbeit verrichten. Mit einem gefälschten Visum war sie nach England gekommen.

Ihr war es gelungen aus dem Haus des Diplomaten zu fliehen. Sie beantragt Asyl, was zunächst abgelehnt wurde. Erst später gewährte man ihr das Aufenthaltsrecht. Sie lebt heute in London. Mit Hilfe des britischen Journalisten Damien Lewis entstand ihr Buch, die Autobiografie Slave. 2006 wurde Mende Nazer britische Staatsbürgerin und konnte ihre Familie in den Nuba-Bergen im Sudan besuchen.