True Story

Das große Dings bei Brinks (The Brink’s Job) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1978.

Das große Dings bei Brinks

Der Film basiert auf einem wahren Raubüberfall im Jahr 1950 in Boston, USA, wo es gelungen war fast 3 Millionen Dollar zu stehlen.

Bekannt ist dieser Raubüberfall unter dem Namen Great Brink’s Robbery, einem bewaffneten Überfall am 17. Januar 1950 auf das Werttransport-Unternehmen Brinks in North End, einem Stadtteil von Boston. Geraubt wurden rund 1,2 Millionen Dollar in bar, 1,56 Millionen Dollar in Schecks und Wertpapiere, außerdem Zahlungsanweisungen.

Dies ist bis dato der größte Raubüberfall in den Vereinigten Staaten. Die Gruppe der Täter bestand aus elf Männern. Man spricht von einem Geniestreich, alles war perfekt geplant und die Männer gut bewaffnet. Von der Planung bis zur Ausführung, bis ins kleinste Detail, war alles gut organisiert. Die Täter hatten sogar die Uniformen des Personals. Am Abend des 17. Januar, gegen 19.30 Uhr, stand die Gruppe maskierter und bewaffneter Männer in der Prince Street in Boston und waren bereit für ihr Verbrechen.

Man zwang das Personal sich auf den Boden zu legen, die Hände wurden gefesselt und die Münder mit Klebeband versehen. Der Raub verlief reibungslos, so wurde es das Verbrechen des Jahrhunderts. Minuten später waren Polizei und FBI vor Ort. Von den Räubern fehlte jede Spur. Nach dem Raubüberfall hatten die Behörden jahrelang vergeblich versucht die Täter ausfindig zu machen. Die Ermittler hatten nur wenig Fakten und man ging davon aus das etwa 5 bis 7 Männer das Gebäude betreten haben.

Einige Beweisstücke, die die Täter im Unternehmen Brinks zurückgelassen haben, konnte man sicherstellen, darunter ein Seil, Klebeband und eine Chauffeurmütze. Die Polizei knöpfte sich sämtliche Kleinganoven vor, um diese zu befragen. Es dauerte bis Januar 1956, bis man alle wahren Täter fassen konnte.

Anführer der Bande war der Berufsverbrecher Anthony „Fats“ Pino, der zehn weitere Männer angeworben hatte. Niemand wurde bei diesem Raub verletzt und man hinterließ nur wenige Spuren. Für die Ergreifung der Täter war eine Belohnung von 100.000 Dollar ausgesetzt.

Alle elf der Männer wurden angeklagt. Ein Großteil der Beute konnte jedoch nie gefunden werden. Nachdem sich die Ermittlungen in einer Sackgasse befanden, gelang es den Behörden nun doch den Kreis allmählich zu schließen und die Verdächtigen einzugrenzen.

Anthony Pino zählte schon zu den Hauptverdächtigen, doch Joseph McGinnis hatte ihm ein Alibi verschafft. McGinnis war selbst eine dominierende Figur der Bostoner Unterwelt. Zwei weitere Verdächtige waren Joseph James O’Keefe und Stanley Albert Gusciora. Die anderen Bandenmitglieder waren; Vincent Dacosta, Michael Vincent Jacquouville, Thomas Francis Richardson, Adolf H. Maffei, Henry Conan D., James Faherty und Joseph Banfield.

Am 6. August 1956 begann der Prozess. O’Keefe bekannte sich schuldig. Man verurteilte ihn zu vier Jahren Haft, wurde 1960 entlassen und kooperierte mit dem Schriftsteller Bob Considine, der 1961 ein Buch mit dem Titel „The Men Who Robbed Brink’s: The Inside Story of One Of The Most Famous Holdups In The History Of Crime“ über diesen Raub veröffentlichte. Zwei der Bandenmitglieder waren bereits verstorben. Acht Männer wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. McGinnis starb im Gefängnis. All die anderen wurden 1971 auf Bewährung entlassen.