True Story

Phantom Punch – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2008.

Phantom Punch

Erzählt wird die Geschichte des Boxers Sonny Liston (Geburtsdatum unbekannt – 1970). Der Profiboxer war von 1953 bis 1970 aktiv. Er galt als gefürchteter Boxer, aufgrund seiner enormen Schlagkraft und vor allem wegen seiner Aggressivität.

1962 wurde Sonny Liston Weltmeister im Schwergewicht, nachdem er Floyd Patterson besiegt hatte. Gleich in der ersten Runde kam es zu einem Knockout. Am 25. September 1963 folgte ein Rückkampf, mit dem selben Ergebnis wie im Kampf zuvor. Nur ein Jahr darauf verlor Sonny Liston seinen Weltmeistertitel. Am 25. Februar 1964 kam es zu einem Kampf gegen Cassius Clay, diesen er in der sechsten Runde aufgab.

Sonny Liston war von 1962 bis 1964 unumstrittener Schwergewichts-Boxweltmeister, ein Titel der die Weltmeisterschaftstitel aller anerkannten Boxverbände vereint. Der größte Erfolg den ein Profiboxer erzielen kann. Das Magazin The Ring sieht ihn als siebtgrößten Schwergewichtsboxer aller Zeiten.

Er selbst gibt sein Geburtsdatum mit dem 8. Mai 1932 an. Seine Familie waren Landpächter, die Land in der Nähe von Johnson Township bewirtschafteten. Sein Vater Tobe Liston war bereits Mitte 40, als er mit seiner fast 30 Jahre jüngeren Frau Helen Baskin, im Jahr 1916 von Mississippi nach Arkansas zog. Sie hatte bereits ein Kind bevor sie Tobe Liston heiratete. Sein Vater hatte zudem schon 13 Kinder mit seiner ersten Frau. Tobe und Helen Liston bekamen nochmals 12 Kinder. Sonny war das zweitjüngste der Kinder.

Sonny Liston wurde von seinem Vater oft verprügelt, dies hinterließ Narben die noch Jahre später sichtbar waren. „Das einzige was mein Vater mit je gegeben hat, waren Prügel.“ Seine Mutter nahm einige der Kinder, verließ ihren Ehemann und zog nach St. Louis, Missouri. Sonny versuchte etwas Geld zu verdienen und reiste nach St. Louis, um bei seiner Mutter und den Geschwistern zu sein.

Hier ging er zur Schule, wurde jedoch als Analphabet verspottet, woraufhin er die Schule wieder verließ. So wurde er kriminell, führte eine Bande, die für Überfälle und bewaffnete Raubüberfälle verantwortlich ist. Die Polizei nannte ihn den „Yellow Shirt Bandit“, aufgrund seines Hemdes das er während der Überfälle trug. 1950 heiratet er Geraldine Chambers. Im selben Jahr wurde er verhaftet und zu fünf Jahren Haft im Missouri State Penitentiary verurteilt.

Er habe sich nie über den Gefängnisaufenthalt beschwert, schließlich gab es hier genügend Mahlzeiten. Am 31. Oktober 1952 wurde er aus der Haft entlassen. Seine Karriere als Boxer begann am 6. März 1953, als er den Schwergewichts-Champion Ed Sanders besiegte. Im September 1953 unterschreibt er einen Vertrag und fügte hinzu; „Was immer du mir sagst, werde ich tun.“ Aber auch hier hatte er Verbindungen zur organisierten Kriminalität.

Der Polizei ging er aus dem Weg, denn die kannten sein Vorstrafenregister. 1956 wurde er von einem Polizisten wegen seiner früheren Vergehen konfrontiert, der ihn provozierte. Er griff den Beamten an, was ihm wieder eine Haftstrafe einbrachte, wurde auf Bewährung entlassen und fand 1958 zum Boxen zurück. Allein in diesem Jahr gewann er acht Kämpfe. Von seinen insgesamt 54 Kämpfen hatte er nur vier verloren. Seinen letzten Kampf bestritt er 1970 gegen Chuck Wepper. Am 30. Dezember 1970 verstarb Sonny Liston in Las Vegas, vermutlich an einer Überdosis Heroin.