True Story

Oscar Wilde – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1997.

Oscar Wilde

Der Film basiert auf der Biografie über Oscar Wilde, des Autors Richard Ellmann aus dem Jahr 1987. Die Biografie wurde 1989 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Gezeigt wird das Leben von Oscar Wilde (1854-1900), einem irischen Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker. Er ist einer der bekanntesten und zu seiner Zeit umstrittensten Schriftsteller.

Oscar Fingal O’Flahertie  Wills Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin, Irland, geboren. Er war das zweite von drei Kindern von Sir William Wilde (1815-1876), einem Arzt der ein Krankenhaus für Augen- und Ohrenkrankheiten leitete und Jane Wilde, geborene Elgee (1821-1896), einer Schriftstellerin. Sein Vater schrieb mehrere Bücher, bedeutende Werke über die Medizin, Archäologie und Folklore, insbesondere seiner Heimat Irland. Der ältere Bruder William „Willie“ Charles Kingsburg Wilde (1852-1899) war Journalist und Dichter. 1857 wurde Isola Francesca geboren, die Schwester wurde nur neun Monate alt, sie starb an einer Hirnhautentzündung.

Oscar Wilde wurde bis zu seinem neunten Lebensjahr zu Hause unterrichtet, wo man ihm die Sprachen Deutsch und Französisch lehrte. Von 1864 bis 1871 besucht er die Portora Royal School in Enniskillen. Danach studierte er bis 1874 klassische Literatur am Trinity College in Dublin. Kurz darauf zog es ihn nach Oxford um am Magdalenen College zu studieren. Hier fand er auch Interesse an der Freimaurerei. Nach einer Audienz bei Papst Pius IX., las er eifrig Bücher über den Kardinal Henry Newman.

Nach seinem Abschluss in Oxford kehrte Oscar Wilde nach Dublin zurück. Hier traf er auf seine Jugendliebe Florence Balcombe (1858-1937), die 1878 den Schriftsteller Bram Stoker (1847-1912) geheiratet hatte, der mit seinem Roman Dracula weltberühmt wurde. Oscar Wilde hatte sie verehrt und war enttäuscht. 1878 fand Oscar Wilde erste literarische Anerkennung mit seinem Gedicht Ravenna.

Er zog nach London, wurde als Schriftsteller bewundert und zugleich als Skandalautor und Dandy verschrien. Oscar Wilde trug lange Haare und wurde durch seine ungewöhnliche Kleidung auffällig. Doch auch sein extravagantes Auftreten und seine Sprachgewandtheit machten ihn berühmt. 1881 reist er nach New York und folgte einer Einladung um Vorlesungen zu halten. Seine Vorträge waren gut besucht, wurde zudem aber auch von der Presse kritisiert. Zwei Jahre darauf verbrachte er einige Zeit in Paris bevor er seine zweite Reise in die USA antrat.

In den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und in Europa feierte man ihn als Dichter. Am 29. Mai 1884 heiratet er die Kinderbuchautorin Constance Lloyd (1858-1898). Das Paar bekam zwei Söhne, Cyril (1885-1915) und Vyvyan (1886-1967).

Oscar Wilde hatte zudem eine sexuelle Beziehung zu dem damals 17-jährigen Studenten Robert Ross. Er war gegenüber der Homosexualität sehr offen, was ihm eine Anklage wegen Unzucht einbrachte. Da er auch männliche Prostituierte aufsuchte, brachte ihm das zwei Jahre Zuchthaus ein. Zwei Jahre Zwangsarbeit die seine Gesundheit ruinierten. 1897 wurde er aus der Haft entlassen. Drei Jahre darauf verstarb Oscar Wilde, am 30. November 1900, völlig mittellos in Paris, im Alter von 46 Jahren.

 

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