True Story

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben – deutsches Doku-Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

Die Unsichtbaren - Wir wollen leben

 

Gezeigt wird das Untertauchen von jüdischen Flüchtlingen während des Zweiten Weltkriegs. In der Reichshauptstadt Berlin gelingt es einigen Juden der Judenverfolgung zu entkommen, sich zu verstecken und unterzutauchen. Das Drehbuch zum Film beruht auf Interviews, Zeitzeugen, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen schildern und man diese im Film einfließen lässt. Mehrere Tausend Juden versteckten sich in Berlin und überlebten. Der Film zeigt das Schicksal von vier dieser Verfolgten.

Diese Zeitzeugen sind;

  • Hanni Lévy, geboren 1924 als Hanni Weissenberg in Berlin. Sie überlebte den Holocaust indem sie sich verstecken konnte. Ihr Vater Felix Weissenberg (1883-1940) war Fotograf und wurde nach Kriegsbeginn zur Zwangsarbeit herangezogen. Er starb 1940 an Entkräftung. Die Mutter Alice Weissenberg (1890-1942) war herzkrank und starb 1942, aufrund mangelnder ärztlicher Hilfe. Auch Hanni Lévy wurde als 16-Jährige zur Zwangsarbeit verpflichtet. Durch eine Verletzung blieb sie der Fabrikation verschont. Sie musste ihre Identität ändern und untertauchen. Man half ihr dabei sich der Judenverfolgung zu entziehen. Seit 1946 lebt Hanni Lévy in Paris.
  • Ruth Gumpel (1922-2012), geboren als Ruth Arndt in Berlin. Anfang 1943 musste auch sie und ihre Familie untertauchen. Die Familie war über mehrere Verstecke verteilt. Eine nichtjüdische Freundin verschaffte ihr eine Anstellung als Hausmädchen bei einem Wehrmachtsoffizier. Hier verdiente sie etwas Geld und bekam Lebensmittel für ihre Familie. Nach Kriegsende wandert die Familie in die Vereinigten Staaten aus. Bis zu ihrem Tod 2012 lebte sie in Kalifornien, in der Nähe von San Francisco.
  • Cioma Samson Schönhaus (1922-2015), ein in Berlin geborenen Grafiker, der von der Gestapo gesucht wurde. Er fälschte Pässe und rettete sich nicht nur selbst, sondern das Leben dutzender anderer Verfolgter. Die Eltern waren russische Einwanderer die 1920 aus Minsk nach Berlin gekommen waren. 1942 sollten er und seine Eltern in das KZ Majdanek, im besetzten Polen, deportiert werden. Ihm gelang es zu entkommen und in Berlin unterzutauchen. Als 1943 die Gestapo nach ihm suchte, floh er aus Berlin und fuhr mit dem Fahrrad durch ganz Deutschland. Mit einem gefälschten Wehrpass schaffte er es in die sichere Schweiz. Hier lebte er bis zu seinem Tod.
  • Eugen Herman-Friede, geboren 1926 in Berlin. Sein jüdischen Eltern hatten sich getrennt. Die Mutter heiratet den Nichtjuden Julius Friede. Auch er musste sich verstecken, Freunde und Bekannte halfen ihm dabei. Er wurde zum Widerstandskämpfer und fand zur Gruppe Gemeinschaft für Frieden und Aufbau, diese von dem Justizangestellten Hans Winkler und dem jüdischen Elektriker Werner Scharff in Luckenwalde gegründet wurde. Er half dabei Flugblätter zu verteilen, den Verfolgten falsche Papiere und Unterschlupf zu besorgen. Im Winter 1944/45 wurde er von der Gestapo verhaftet und in das letzte jüdische Sammellager in Berlin gebracht. Die Befreiung Berlins rettete ihm das Leben.